Was mir schon eine Weile auf der Seele brennt, ist ein Vergleich der momentan verfügbaren App Stores. Die Stores von Apple (mit iPod Touch), Android (mit T-Mobile G1) und den Ovi Store von Nokia (mit N97) habe ich selbst unter die Lupe genommen und alle weiteren als Liste angeführt. Falls einer fehlen sollte, bitte in den Kommentaren anführen und mir zu verzeihen, dass ich nicht alle testen konnte. Die Blackberry App World und der Palm App Catalog würden mich persönlich noch interessieren, allerdings fehlen mir dafür die Geräte bzw. war die App World für mein Testgerät nicht verfügbar.
Der App Store von Apple ist nach wie vor das Nonplusultra, was App Stores betrifft und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Zu groß ist der Vorsprung von Apple und zu viele bekannte Marken haben für den Store bereits eigene Anwendungen entwickelt.
Ein paar harte Fakten:
(Apple Presseaussendung vom 28.09.09, Apple Presseaussendung vom 04.11.09)
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, ebenso bemerkenswert ist aber der Einfluss des App Stores auf die mobile Landschaft:
Trotz einiger Versuche wurde der Erfolg des App Store bis jetzt von niemandem erreicht, weder in der Anzahl der angebotenen Applikationen, noch in der Qualität der Applikationen. Aber auch bei der Qualität des Stores selbst kann bis jetzt Apple keiner wirklich das Wasser reichen.
Der Store lädt schnell und flüssig, die Navigation und Suche (inklusive Auto Suggest) funktioniert gut, der Download und die Installation sind schnell und unkompliziert, ebenso die Abrechnung über das iTunes-Konto. Da man um iTunes als PC-Nutzer soundso nicht herum kommt, ist die Backup-Funktion der Applikationen sehr praktisch: Beim Umstieg auf eine neue Generation hat man sofort seine Apps und Daten am neuen Gerät. Besonders gelungen finde ich auch die Detailseite jeder Applikation: Neben der Beschreibung finden auch noch mehrere Screenshots Platz. Hier kann man sich wirklich vorab schon ein gutes Bild von der Applikation machen und einen Fehlkauf in den meisten Fällen vermeiden.
Der Android Market hat es in meinen Augen bis jetzt am besten geschafft, den App Store zu kopieren. Man findet sich auch hier recht schnell zurecht, der Download funktioniert ebenfalls schnell und unkompliziert. Besonderer Vorteil ist, dass bis zum Download der ersten kostenpflichtigen Applikation keine Zahlungsinformationen angeben werden muss. Für die Authentifizierung ist “nur” ein Google Konto notwendig, ohne das ein Android Handy ohnehin wenig Sinn macht. Die Qualität der Anwendungen hat sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt und es scheinen immer mehr Entwickler auf den Android-Zug aufzuspringen. Die Quantität ist mit knapp 21.000 gelisteten Applikationen schon recht beachtlich. (Quelle: AndroLib)
Ebenfalls lassen sich die Anwendungen im Android Market sehr gut und einfach installieren. Falls eine kostenpflichtige Anwendung nach der Installation doch nicht richtig überzeugt, kann die Bestellung innerhalb von 24 Stunden unkompliziert storniert werden und der Betrag wird nicht von der Kreditkarte abgebucht.
Relativ spät hat Nokia seinen Store ins Rennen gebracht. Unter der Marke Ovi (finnisch für Tor) sammelt Nokia seit einiger Zeit seine Online-Dienste und versucht sich damit, als globaler Internetkonzern zu positionieren.
Der Ovi Store wurde im Mai 2009 bei der Markteinführung des Nokia N97 gelauncht und hat seitdem viel Kritik einstecken müssen. Mittlerweile ist er aber zu einem gut funktionierenden Marktplatz herangewachsen und sollte auf keinen Fall außer acht gelassen werden.
Im Gegensatz zu den beiden zuvor genannten, kann der Ovi Store auch auf älteren Geräten nachinstalliert werden und erweitert so auch die Funktionen von Handys, die schon einige Jahre auf dem Buckel haben. So habe ich zum Beispiel den Store auch auf meinem Nokia N95 nachinstalliert und doch die eine oder andere App gefunden, die ich noch nicht auf dem Gerät installiert hatte. Dieses Faktum macht den Ovi Store in meinen Augen auch zum meist unterschätzten Store. Eine gute Anwendung im Ovi Store kann potentiell mehr Downloads erzielen als in jedem anderen Store, da sich ziemlich viele Ovi-fähige Geräte auf dem Markt befinden. Dies untermauert auch die Meldung, dass der Store bereits eine Million Downloads täglich vorweisen kann.
In Zukunft wird der Ovi Store auch für das Nokia N900 bzw. Maemo verfügbar sein. Zum Zeitpunkt des Tests war das noch nicht der Fall. Sehr wahrscheinlich ist jedoch, dass der Ovi Store auf Maemo in Verbindung mit dem bereits vorhandenen Programmkatalog funktionieren wird.
Warum ich Maemo trotz der wohl kaum sehr großen Relevanz und des frühen Stadiums hier trotzdem kurz erwähnen möchte, ist die Tatsache, dass ich in Maemo die Zukunft von Nokia sehe und ich das N900 als ein sehr spannendes und interessantes Gerät betrachte.
Entwickler wollen bezahlt werden, das ist ganz klar – sie sollten von ihren Ideen und innovativen Anwendungen auch etwas haben. Trotzdem erscheint es mir wichtig, dass es ein gutes Angebot an kostenlosen Applikationen gibt, damit die Endkunden auf den Geschmack kommen und ohne Einstiegsbarrieren bereits die Funktionen ihres Gerätes erweitern können.
Bei den durchschnittlichen Preisen unterscheiden sich die Stores deutlich. So hat eine Studie von Distimo (via Techcrunch), bei der die Stores von Apple, Android und Blackberry betrachtet wurden, gezeigt, dass Anwendungen in der Blackberry App World im Durchschnitt 3x so teuer sind wie im App Store oder Android Market.
Der Grund für den höheren Preis bei Blackberry scheint wohl hauptsächlich darin zu liegen, dass der Mindestpreis für kostenpflichtige Applikationen in der App World bei $ 2.99 liegt (siehe Blackberry App World FAQ).
Der Ovi Store wurde hier leider nicht berücksichtigt, laut meiner Einschätzung dürften die Preise aber irgendwo zwischen Blackberry und iPhone/Android liegen.
Generell scheint laut einer Umfrage von Samsung die Bereitschaft für Anwendungen zu bezahlen, recht hoch zu sein. Immerhin 42% der Befragten gaben an, für Anwendungen etwas bezahlen zu wollen. Von den Zahlungsbereiten Befragten waren wiederum 54% bereit, bis zu € 5,- für eine Applikation auszugeben. Für 2013 prophezeit die Yankee Group ein Marktvolumen von 4,2 Mrd Dollar für mobile Applikationen auf dem US-Markt. ABI Research erwartet 2014 fünf Milliarden Downloads. In die selbe Richtung prognostiziert auch Frost & Sullivan mit 6,67 Mrd. Downloads 2014.
Mittlerweile versuchen viele Hersteller, Netzbetreiber oder Download-Portale einen App Store oder Marktplatz zu etablieren und den Kunden schmackhaft zu machen:
Schon etwas länger gibt es Portale wie:
Als Fortsetzung zu diesem Artikel gibt es noch die Betrachtung der App Stores aus Entwickler-Sicht.
Für den heutigen Digiday09 habe ich mir als Opener eine Kategorisierung von Handyplattformen überlegt, die sehr unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen hat.
Ich wollte mit der Kategorisierung eigentlich nur einen lustigen Einstieg in die Materie erreichen, was zum Glück auch ganz gut gelungen ist. Leider scheinen sich dadurch einige Leute angegriffen gefühlt zu haben und daher möchte ich auf diesen Weg meine Einteilung etwas erklären und begründen.
Die Schlagworte, die in meinen Augen den Marktführer aus Finnland am besten beschreiben sind:
Nokia – Die Simpsons
Die Fernsehserie, auf die diese Tags am besten zutreffen sind “Die Simpsons”. Die gelbe Familie versteht es schon seit langem immer aktuelle Themen zu behandeln und eine super Performance abzuliefern.
Für Android sind mir folgende Tags eingefallen:
Android – MacGyver
Bei Android war es für mich am leichtesten eine Serie zu finden: MacGyver, die Serie, in der mit einem Taschenmesser immer etwas Passendes gebastelt wurde.
Meiner Meinung nach ist das iPhone:
iPhone – Sex and the city
Auf welche Serie passen diese Tags besser als zu “Sex and the city”?
Die meisten Leute im Publikum haben diesen Vergleich zum Glück so aufgefasst, wie er gedacht war: Als Scherz und schlichte oberflächliche Betrachtung der Plattformen.
Anscheinend haben sich einige Zuhörer von meinem iPhone-Vergleich angegriffen gefühlt. Was mich einerseits verwundert, weil die Serie doch echt ein großer Erfolg war/ist, ich die dazugehörigen Attribute genannt habe und ich keinen Anspruch auf Ernsthaftigkeit erhoben habe. Vielleicht war es ein Fehler bei einem Publikum, dass geschätzt zu 50% aus iPhone-Besitzern besteht, einen solchenVergleich anzustellen. Wenn mich jetzt Apple verklagt, weil ich den Vergleich auf meinem Blog mache, würde ich es unter Umständen sogar verstehen, aber was stört die Leute an dem Vergleich? Ich habe ja als Tags nicht Oberflächlichkeit, Shopping, oä. genannt!
Ich würde es eher verstehen, wenn die Leute gemeint hätten, dass Windows Mobile, Blackberry, Samsung, Palm, etc. fehlen oder sich die anwesenden Nokia-Vertreter bei so einem Vergleich nicht wohl fühlen, aber warum regen sich die Endbenutzer auf?
Liebe Leute, bitte nehmt euch selbst nicht so ernst!
Nokia ist in meinen Augen der Hersteller, der die besten Handys baut – zumindest was die Hardware betrifft. Bei der Software bzw. dem App Store (bei Nokia “Ovi Store” genannt) hakt es aber noch ordentlich. Da muss Nokia noch einiges tun, um mit Apple oder Android mithalten zu können.
Das neueste Nokia Flaggschiff N97 begleitete mich jetzt 1 1/2 Wochen durch den Alltag. Ich habe mir sowohl beim Donauinselfest, als auch bei diversen beruflichen Veranstaltungen und beim Sport einen ganz guten Eindruck über das Gerät verschaffen können.
Wie ich eigentlich erwartet habe, überzeugt die Hardware. Das Handy liegt gut in der Hand, der Schiebemechanismus fühlt sich verdammt gut an, die Tastatur hat einen angenehmen Druckpunkt und eignet sich auch für etwas längere Emails oder Chats.
Bei den meisten Test wurde die Akku-Abdeckung als zu billig bewertet. Diesen Eindruck teile ich nicht. Es handelt sich zwar um dünnes Plastik, die Abdeckung hält aber bombenfest und zerkratzt sicher nicht so schnell wie so manche Hochglanzoberfläche.
32 GB Speicher sollten eigentlich genügen, dennoch kann man ihn mit MicroSD Karten noch um weitere 16 GB erweitern. Der Standard Klinken-Stecker für Kopfhörer und ein zukunftssicherer Mini-USB Anschluss zum Laden (wird ab 2010 Standardanschluss für alle Handy Ladegeräte in der EU) und Datenaustausch fallen sofort positiv auf. WLAN, HSDPA, GPS, usw. sind natürlich auch verbaut. Hier fehlt maximal der Kompass für etwaige AR- (Augmented Reality) Anwendungen. (siehe Wikitude)
Ein weiteres Highlight ist die Kamera. Mit 5 MP und einem LED-Blitz kann man mit ihr sehr gute Bilder schießen und die Digitalkamera daheim lassen. Außerdem bietet die Kamera zahlreiche Einstellmöglichkeiten, um besondere Effekte oder bessere Bilder zu erzielen.
Bei der Hardware habe ich nur einen Kritikpunkt: Die Leertaste der Tastatur ist etwas deplatziert, die würde ich in der Mitte suchen. Eine eigene Reihe für die Zahlen wäre ebenso hilfreich, das ist sich aber wohl aus Platzgründen nicht mehr ausgegangen. Das ist wohl auch der Grund, warum die Sonderzeichen etwas ungewohnt platziert sind. Wer würde das Ä schon auf der L-Taste suchen! Damit wird man aber nach kurzer Zeit zurecht kommen und sich darüber freuen, dass man eine echte Tastatur zur Verfügung hat.
Gleich nach der Inbetriebnahme des Handys sticht einem der Homescreen ins Auge. Diesen kann man mit Widgets an seine Vorlieben und seinen Bedarf anpassen. Mit diesen kleinen Helferlein sind alle relevanten Informationen auf einen Blick sichtbar und wichtige Funktionen sofort erreichbar. Nokia hat auch bereits einen eigene Widget Competition ausgeschrieben. Damit sollen wohl Entwickler dazu zu motivieren werden, weitere Widgets zu erstellen. Vorinstalliert sind unter anderem Widgets für Facebook, Wetter, Musik-Player, Kontakte, Programme, Kalender, …
Von Symbian mag man halten was man will. Ich bin damit immer gut zurecht gekommen und war immer ein Freund davon.
Die 5. Version von Symbian (wo ist eigentlich v4 geblieben?) folgt dem Rad der Zeit und kann durchgängig mit den Fingern bedient werden. Man merkt allerdings, dass Symbian nicht von Anfang an für die Touch Bedienung entwickelt wurde, sondern ein vorhandenes System angepasst wurde.
Der Touchscreen reagiert gut und man wird mit haptischem Feedback (leichtes Vibrieren) belohnt. Das Scrollen funktioniert nicht wie bei anderen System mit einem leichten Wischen. Was man bei Symbian macht, erinnert eher an virtuelles Seilziehen, denn an ein Streicheln. In manchen Programmen (Tweet60) muss man überhaupt mit einer schmalen Scrollbar zufrieden sein. Von Durchgängigkeit und Ausgereiftheit kann man hier leider noch nicht sprechen.
Sehr sinnvoll, wenn auch am Anfang etwas ungewohnt, fand ich die On-Screen Tastatur im geschlossenen Zustand. Hier wird nämlich nicht wie erwartet eine vollständige Tastatur angezeigt, sondern eine Nummerntastatur mit Eingabeunterstützung. Dadurch kann man das Gerät aber auch sehr gut mit einer Hand und dickeren Fingern bedienen. In den Kontakten werden nur noch Buchstaben angezeigt, mit denen es auch weitere Treffer gibt. Hier hat Nokia sehr gut mitgedacht.
Die Synchronisierung mit Outlook funktioniert mithilfe der PC-Suite (jetzt OVI Suite) perfekt. Der Email-Abruf läuft dank Nokia Messaging auch sehr gut. Wenn man will, bekommt man die Mails sogar gepusht und kann auch Zeiträume für den Push einstellen. Sehr praktisch, wenn man ab 18 Uhr nicht mehr ständig mit einer Email Benachrichtigung aufgeschreckt werden möchte. Mail for Exchange konnte ich mangels Exchange Server nicht testen, soll aber sehr gut integriert sein.
Der Ovi Store kann leider überhaupt nicht mit dem App Store von Apple oder dem Android Market mithalten. Was hier geboten wird, ist maximal eine Schranktür und kein Tor zur Welt (“Ovi” steht im finnischen ja für “Tür”).
Der Store wirkt auf mich unaufgeräumt und bietet kaum Programme. In meinen Augen müsste Nokia eine riesen Armada an Entwicklern mobilisieren können. Nokia bzw. Symbian und J2ME waren ja schon vor dem iPhone beliebte und viel verwendete Plattformen für Software-Herstellter. Muss man hier wahrscheinlich noch Geduld haben und auf Portierungen für S60v5 warten oder ist der Store einfach so unstrukturiert, dass man die Anwendungen einfach nicht findet?
Unterboten wird der Store maximal noch durch das Nokia eigene “Download!”, was zu einer Klingelton und Wallpaper-Falle von Jamba verkommen ist. Keine Ahnung, was sich Nokia dabei gedacht hat. Wozu zwei “Stores” auf einem Handy und einer davon verbunden mit einem Anbieter, der nicht gerade den besten Ruf genießt?
Wie Eingangs erwähnt, punktet das Nokia N97 vor allem bei der Hardware. Das Gerät wirkt sehr angenehm auf mich, liegt gut in der Hand und fühlt sich sehr wertig an.
Bei Symbian merkt man, dass es ursprünglich nicht für die Touch-Bedienung geschaffen wurde. Hier darf man wohl auf den ersten Wurf der Symbian Foundation gespannt sein. Der Store ist in meinen Augen noch nicht ausgereift. Nokia muss zusehen, einen echten Konkurrenten für Apple und Android zu schaffen. Ein vernünftiger App Store ist in meinen Augen bei Smartphones mittlerweile ein echtes Kaufkriterium. Davon ist Nokia mit dem Ovi Store noch ein Stückchen entfernt, hat aber zumindest schon eine Basis geschaffen.
Als Telefon überzeugt das Gerät aber dennoch. Die Sprach- und Verbindungsqualität ist um einiges besser als beim iPhone oder beim G1. Die Bedienung mit einer Hand im geschlossenen Zustand hat mir auch sehr gut gefallen. Die Kamera ist ein echter Ersatz für eine Einsteigerkamera und schießt auch bei nicht optimalem Licht noch anständige Bilder. Die Akkulaufzeit ist jetzt nicht überragend, aber im Vergleich zu anderen Feature-Phones sehr gut. 1-2 Tage sollte man auch bei aktiviertem Push-Mail und den always-on Homescreen schon über die Runden kommen.
Für mich ist die teilweise schlechte Presse dieses Gerätes vor allem auf die Zielgruppe zurückzuführen. Das Nokia N97 ist in meinen Augen ein Handy für Leute, die ein Handy zum Telefonieren und zum Arbeiten brauchen. Dafür ist es perfekt geeignet. Für Blogger, Leute die viel mit ihrem Gerät im Web unterwegs sind und Leute die ein Statussymbol haben wollen, ist es dagegen nur bedingt geeignet. Dieses Leute sollten lieber zum allseits bekannten Gerät greifen und damit glücklich werden.
Von Nokia Österreich habe ich heute zusätzlich zum iPhone und G1 von mobileblogger.at auch noch ein Nokia N97 zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen.
Für mich wird das eine interessante Zeit werden, prallen doch hier drei Flaggschiffe mit völlig unterschiedlichem Background und auch unterschiedlichen Zielgruppen aufeinander.
Das iPhone ist ohne Zweifel das schickste und stylishste Gerät aus diesem Trio.
Es überzeugt vor allem durch ein gute und durchgängige Touch-Bedienung, der starken Multimedia Ausrichtung und natürlich dem App Store.
Falls ich mich für dieses Gerät entscheiden würde, dann wegen dem App Store. Man wird in absehbarer Zeit in keinem anderen Store so viele und so unterschiedliche Anwendungen finden wie hier. Ein Ende des Booms ist nicht absehbar und kaum eine Marke oder Software-Bude kann es sich leisten, das iPhone zu ignorieren.
Zielgruppe: Früher waren es vor allem Bobos (Grafiker, Künstler, Architekten, Musiker, u.ä.), mittlerweile werden schon Kinder auf dem Schulweg wegen iPhones überfallen oder Möbelpacker damit gesichtet. (Ich habe tiefen und ehrlichen Respekt vor Leuten, die noch ehrliche Berufe ausüben und habe selbst Tischler gelernt. Nur damit mir keiner unterstellt, ich würde diese Leute nicht respektieren und abfällige Bemerkungen über sie tätigen. Sie zählen nur nicht unbedingt zum typischen Apple Klientel.)
Das G1 ist für mich am schwierigsten in eine Schublade einzuordnen. Es ist weder so stylish und multimedial wie das iPhone, noch so ausgereift wie ein Blackberry oder ein anderes Handy.
Was dieses Gerät wirklich gut kann, ist offen sein. Offen in Hinblick auf die Anwendungen die man installieren möchte, offen in Bezug auf die Anwendung die man verwenden möchte und offen für Entwicklungen. Dies Gerät ist etwas für Leute, die wissen was sie von einem Handy wollen und dafür auch bereit sind, Updates zu installieren und teilweise noch Ecken und Kanten im System zu akzeptieren. Da Android bzw. die Open Handset Alliance von Google ins Leben gerufen wurde, sind die verschiedenen Google-Dienste natürlich gut ins System integriert.
Was ich am G1 großartig finde, ist die Kontrolle über das Gerät. Vom Startbildschirm über die SMS-Anwendung kann man jede Standardanwendung austauschen und so wirklich auf seine Bedürfnisse und Vorlieben ausrichten.
Zielgruppe: Freaks, Programmierer und Erwartungsvolle
Das Nokia N97 ist nach einer kurzen Betrachtung für mich das sympatischste Gerät. Es überzeugt durch einen Homescreen, auf dem man die wichtigsten Informationen gesammelt hat und durch eine Funktionsvielfalt, die zeigt, dass hier ein Hersteller am Werk ist, der viel Erfahrung hat. Die Finnen bauen seit Jahren Handys und auch wenn sie im Top-Segment in letzter Zeit etwas in Rückstand gekommen sind, so sollten sie doch über das Know-How verfügen, auch hier wieder Land zu gewinnen. Mit dem N97 sind sie auf dem besten Weg dahin.
Dieses Gerät funktioniert einfach. Mit Symbian habe ich begonnen, mobile Dienste intensiv zu nutzen, dadurch war ich mit diesem Gerät auch sofort vertraut, fühle mich damit auch sofort wohl und nehme den Nokia-Funktionsumfang immer als Maßstab. Ich bin halt auch ein Gewohnheitsmensch.
Zielgruppe: Leute die einen zuverlässigen Partner wollen, mit Nokia zufrieden sind und nicht unbedingt dem folgen, der gerade am lautesten schreit.