Für Nokia sieht es im Moment nicht gut aus! Blogger wenden sich ab, Samsung verkauft in Westeuropa mehr Geräte und keine Rettung in Sicht!
Dieser Tweet hat einige Reaktionen nach sich gezogen, deshalb möchte ich die Beweggründe für diese Aussage etwas näher darlegen und die Ereignisse der letzten Zeit zusammenfassen:
Wie mittlerweile bekannt sein dürfte, arbeiten Intel und Nokia an einer gemeinsamen Plattform für unterschiedlichste Geräte. MeeGo, so der Name der neuen Betriebssystems, soll vom Netbook über Smartphones bis hin zum Autoradio auf allem laufen, was einen Bildschirm und eine Verbindung zum Internet hat.
In meinem Beitrag “App Stores – die Entwickler-Sicht habe ich AppMakr – einem simplen iPhone App Generator – erwähnt. Jetzt bietet Nokia mit dem Ovi app wizard ein ähnliches Tool für Ovi Apps an.
Nokia will es damit Publishern offenbar erleichtern aus ihren Inhalten eine Applikation zu erstellen und den mobilen Markt zu bedienen. Im Test hat das auch wirklich sehr einfach funktioniert. Alles was man dazu braucht ist ein RSS-Feed, ein paar Grafiken und etwa 5 Minuten Zeit und schon hat man seine eigene gebrandete Applikation für Nokia Handys.
Ich bin wirklich gespannt wie die Applikation dann am Gerät läuft. Ich habe gestern bereits eine erste App eingereicht und bin gespannt wie lange das Approval bei Ovi dauert. Außerdem bin ich gespannt mit welchen Geräten die App dann kompatibel ist.
Georg Holzer von digirati hat gestern auch einen Beitrag über diesen Service inkl. Interview mit Christoph Mahr von Nokia geschrieben.
Ich war durch einen Beitrag in diesem Blog in der glücklichen Lage dieses Handy zu gewinnen.
Und ich muss sagen, es gibt ein knappes, kurzes, für manche vielleicht ordinäres, Wort um das Handy zu beschreiben: GEIL.
Gestern bin ich früher von der Arbeit weg, da mich die glückliche Nachricht erreichte, dass die Post ein Packerl von Nokia gebracht hat.
Na dann ab nach Hause um 14:00 (zum Glück war mir Murphys Law dieses Mal gut gesonnt, was in der IT Branche nicht allzu oft der Fall ist).
Zuhause angekommen, das Packerl aufgerissen und gestaunt…
Ein dezente,rechteckige schwarze Verpackung mit der Aufschrift “Nokia N-Series” lachte mir entgegen.
Auf das Ding und da strahlte es entgegen: edel, stylisch und unaufdringlich zugleich: Das N900.
Raus, Akku gesucht, Sim Karte rein eingesteckt und los geht das Erlebnis.
Da mein letztes Handy ein M600i war (das bis zum Glück jetzt noch geht) war ich mehr als beeindruckt von neuen Möglichkeiten, von denen ich wusste, es gibt sie, jedoch noch nie benutzen konnte.
Denn 3 Stunden später, war ich natürlich mit WLAN online, meine Kontakte wurden mit den Kontaktdetails aus Facebook und Twitter ergänzt und und und.
Das Beste an allem: Ich sagte dem N900, “hole Kontakte” “über Bluetooth” “m600″ und schon fings an zum kopieren das lustige Ding.
Was mich fasziniert daran ist das Betriebssystem, dass unglaublich performat und sehr schnell arbeitet und reagiert.
Noch besser gefällt mir persönlich natürlich die Möglichkeit mittels Standard Linux Befehlen das System zu überprüfen.
Hierzu gibts auch schon findige Applikationen die CPU und RAM auslesen oder Task Manager, wo man gezielt Prozesse killen kann.
Das vorinstallierte Skype, welches sich in die Kontakte einordnet war mir zuerst ein wenig unsympathisch, jedoch durch die Funktion “Kontakt zusammenführen”, macht es durchaus Sinn.
Dadurch hat man alle Kontaktmöglichkeiten an einem Kontakt. Am Anfang ein wenig mühsam (vielleicht gehts auch anders, aber nicht durch mich) jedoch wenn mans hat, kann man wirklich effizient seine Kontakte verwalten.
Nun warte ich noch auf die BigBob Freischaltung mit 1 GB Datenvolumen und dann gehts immer ab, nicht nur im WLAN.
Was noch erwähnenswert ist, ist die Authentifizierungsmöglichkeit im WLAN. So konnte ich mich im Cooperate WLAN authentifizieren mithilfe MSCHAP und meinen Directory Password und schon war ich im Internen WLAN.
Was ich auf ersten Blick nicht ganz verstehe ist die Schwenklogik. wenn ich auf Telefon klicke hat es teilweise Aussetzer und es bleibt auf dem normalen Mode.
Weiters konnte ich den Touchscreen heute mit einem iPhone eines Arbeitskollegen vergleichen und er hat schon recht, wenn er sagt, dass das iPhone auf touch sensibler reagiert.
Aber wen juckts?
Ich bin vollauf zufrieden und sehr begeistert von dieser Innovativen mobilen Lösung, ja von diesem mobilen Computer.
Das ist nämlich dieses neue Nokia N900.
Als Fortsetzung des App Store Vergleichs möchte ich nun die App Landschaft ein wenig aus der Entwickler-Sicht betrachten und einige Tools für den einfacheren Einstieg in die App-Entwicklung beleuchten:
Wer die Bühne der mobilen Software-Entwicklung betreten möchte, sollte in erster Linie darauf achten, mit den Geräten, für die die Apps gedacht sind, Test durchzuführen. Emulatoren sind zwar für erste Überprüfungen recht brauchbar, für professionelle Test sollte man aber immer das jeweilige Handset wirklich in der Hand halten und die App damit ausprobieren. Zudem muss man auch Gedanken darüber machen, für welche Plattform man entwickelt bzw. welche Plattform die potentiellen Abnehmer nutzen. Vor dem iPhone war die Antwort auf diese Frage meist J2ME (Java 2 Micro Edition), weil fast jedes Handy damit zurecht gekommen ist und schon ganz nette Programme damit gemacht werden konnten. Heute fristet J2ME in der öffentlichen Wahrnehmung eher ein Schattendasein und Firmen, die nur J2ME-Programme entwickeln, werden fast schon milde belächelt. Trotzdem erreicht man damit wohl potentiell noch immer die meisten Leute. Wie bereit diese Klientel ist, sich Zusatzsoftware auf dem Handy zu installieren, sei mal dahingestellt. Das Idee für die Anwendung sollte außerdem gut sein und dass man sein Handwerk verstehen muss, setzte ich hier mal voraus.
Um alle Features einer Plattform auszuschöpfen kommt man nicht umhin, sich mit den SKDs (Software Development Kit) der jeweiligen Hersteller ausführlich zu beschäftigen. Wer allerdings nur Basisfunktionen nutzen möchte, nur schnell mal eine Applikation im App Store sein Eigen nennen will, um das Potential für diese neue Entwicklung besser abschätzen zu können oder einfach nur sagen zu können “Ich habe auch eine App”, der sollte sich unter anderem AppMakr oder PhoneGap genauer ansehen.
AppMakr ist ein online Tool, bei dem man sehr einfach einen RSS-Feed von einer Webseite in eine native iPhone-Anwendung umwandeln kann. Wie sinnvoll das ist und welchen Mehrwert es gegenüber einer Web App bietet, muss jeder für sich entscheiden. Eine schnellere und einfachere Möglichkeit zu einer Anwendung zu kommen, ist mir im Moment aber nicht bekannt. Kostenpunkt: $199.
Etwas mehr Potential für Entwickler hat PhoneGap. PhoneGap versteht sich als Open Source Framework zur plattformübergreifenden Programmierung von mobilen Anwendungen für iPhone, Android und Blackberry. Programmiert werden die Anwendungen mit JavaScript. Dieses Framework ermöglicht es, sein Programm einmal zu entwickeln und es dann für verschiedene Plattformen verwenden zu können.
Ein ganz ähnliches Ziel verfolgt mFoundry mit Mojax. Es definiert sich selbst als mobile Ajax application framework und hat seine Ursprünge noch in der J2ME-Zeit.
Weitere Tools für iPhone Applikationen listet ReadWriteWeb.
Wer sich ernsthaft an die Entwicklung mobiler Anwendung heranwagen möchte, sollte sich die Tipps von Martin Lawrence und Wolfram Herzog ([1] und [2]) auf Mobile Zeitgeist zu Herzen nehmen.
Bei der Vielzahl an Applikationen ist es für die Entwickler besonders wichtig, die Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Geheimrezept gibt es dafür wohl keines, allerdings hat das Wall Street Journal einige sehr hilfreiche Tipps veröffentlicht, die man beachten sollte:
Besonders in den ersten Wochen ist es besonders wichtig, Aufmerksamkeit zu erregen. Um das zu erreichen sollte man Promotion-Codes an relevante Personen vergeben (Blogger, Twitter-User mit vielen Followern, Journalisten, etc. …), die die Anwendung gratis testen können und darüber berichten.
Wenn das notwendige Kapital verfügbar ist, kann man seine Applikationen auch auf verschiedenen Portalen oder auch in anderen iPhone-Anwendungen bewerben. Dazu kann man auf mobile Advertising Netzwerke wie Greystripe oder AdMob zurückgreifen.
Natürlich kann man auch – wie ich in Paris beobachten konnte – Außenwerbung einsetzen.
Die meisten Stores bieten es an, die Anwendung nur für ein spezielles Land zur Verfügung stellen. Dadurch muss man sich nicht gleich gegen die ganze Welt behaupten und hat eine größere Chance auf Erfolg.
Eine Liste der Top-Anwendungen aus dem Apple App Store von 2009 findet man bei MobileCrunch.
Ein eBook zu diesem Thema kann für $ 49,- unter izendev bezogen werden.
Mit der Einführung von “Analytics for Mobile Apps” hat Google eine einfache Möglichkeit geschaffen, die Nutzung einer Anwendungen zu messen. Das zeigt recht deutlich, wie wichtig es auch bei mobilen Anwendungen ist zu wissen, wie ein Benutzer die Software nutzt und welche Funktionen ausgebaut bzw. welche verbessert werden müssen.
Ein weiterer Anbieter von mobile App Analytics ist Flurry.
Selbst wenn man es oft vergißt oder ignoriert, Softwareentwicklung kostet Geld und das meist nicht zu knapp. So mancher Kunde ist da schon etwas überrascht, wenn man ihn mit die Kosten einer iPhone-Anwendung konfrontiert.
Eine sehr interessante Präsentation zum Thema Pricing im Apple App Store gibt es von Pinch Media:
iPhone AppStore Secrets – Pinch Media
Wer mit Gratis-Anwendungen am iPhone oder Android Geld verdienen möchte, dem sei Tapjoy ans Herz gelegt. Die Macher von TapDefense haben damit ein sehr umfangreiches Tool für die Monetarisierung von kostenlosen Anwendungen geschaffen.
Bei all der Euphorie rund um die App Stores und den großartigen Erfolgen von Apple mit seinem iPhone, darf man die steigende Unzufriedenheit nicht außer acht lassen.
So hat sich Joe Hewitt, der Mastermind hinter der Facebook iPhone App sehr kritisch geäußert (“My decision to stop iPhone development has had everything to do with Apple’s policies.”) und sich von der iPhone-Entwicklung verabschiedet. Gedeon Maheux äußert auf seinem Blog auch sehr deutliche Kritik an Apple und kritisiert die fehlende Sichtbarkeit der meisten Anwendungen und die mangelnde Kontrollmöglichkeit für die Entwickler. Genau dieser Punkt hat wohl auch TweetDeck zu schaffen gemacht. Eine aktualisierte Version von TweetDeck hat damals Probleme verursacht und musste trotz einer recht schnellen Fehlerbehebung aus dem App Store genommen werden und war wegen des Approval Prozesses einige Tage nicht verfügbar. Und selbst Giganten wie Google haben mit dem Approval Prozess zu kämpfen: Apple hat beispielsweise Google Voice nicht zugelassen und auch für Google Latitude musste Google eine webbasierte Version bauen, um der rigorosen Behandlung von Apple zu entgehen.
Aber Apple steht damit nicht alleine da, denn auch im Android Market scheint nicht alles eitle Wonne zu sein: Dort beschwert sich Larva Labs mit zwei Top-Games (Battle For Mars und RetroDefense) kaum Geschäft zu machen. $62.39 pro Tag sind wohl wirklich ein sehr mageres Geschäft.