Nokia versucht in Wien offensichtlich gerade mit 2D-Codes auf Plakaten eine neue Form der Plakatkampagne mit integriertem Gewinnspiel.
An vielen Plätzen in Wien findet man im Moment Plakate auf dem das Nokia 6210 Navigator beworben wird.
Dies allein wäre noch nicht wirklich etwas besonderes. Allerdings befindet sich auf dem Plakat auch ein kleiner 2-dimensionaler Code (Semacode). Wenn man das Tag fotografiert, decodiert und den Link öffnet gelangt man auf eine mobile Gewinnspielseite, auf der man das Gerät gewinnen kann.
Wie immer würden mich hier die Zahlen interessieren. Wie viele Wienerinnen und Wiener wohl etwas mit diesen Codes anfangen können?
Es freut mich immer wieder wenn ich unerwartet auf einen 2D-Code stoße und natürlich muss dann auch gleich getestet werden was sich dahinter verbirgt. In Österreich ist dies meist eine herbe Enttäuschung, so auch gestern bei einem Spaziergang durch Wien.
Beim Museumsquartier klebte an der Tür einer DJ-Box ein QR-Code mit einem Link zur Webseite eines Projektionskünstlers.
Ich kann ganz gut nachvollziehen das ein Projektionskünstler nicht viel mit mobile Web zu schaffen hat, dennoch würde eine kleine mobile Landingpage in diesem Fall nicht schaden. Ansonsten ist der “AHA”-Effekt des mobilen Tags völlig verschenkt und der QR-Code reine Dekoration.
Zumindest hat der Künstler jetzt einen Link auf seine Seite mehr!
Die “Kleine Zeitung” hat hat sich heute in die Welt der 2D-Codes gewagt und mit einem “Leser-Pilotversuch” (O-Ton) wird der Einsatz von 2D-Codes in der “Kleinen Zeitung UNI” evaluiert.
Nach “The Sun” und “Welt kompakt” erreichen 2D-Codes nun auch die österreichische Medienlandschaft und ich bin wirklich gespannt wie sie angenommen werden. Vielleicht gibt uns ja Georg Holzer etwas Einblick welchen Erfolg die Codes erzielen und was in Zukunft noch damit geplant ist. Er ist freier Journalist für Multimedia, Technik und Wirtschaft bei der “Kleinen Zeitung” und hat da sicher seine Finger mit im Spiel.
Natürlich musste das Ganze gleich getestet werden und so hab ich am Gewinnspiel auf der Einführungsseite teilgenommen. Die Erklärungseite ist ebenfalls sehr gut gelungen. Besonders die Kurzbeschreibung
Die Hauptrolle in dieser neuen Kommunikationstechnologie spielt ein geheimnisvolles Symbol, das man per Handy fotografiert. Und dann passiert etwas …
trifft es ziemlich gut. Genau das werden sich die meisten Leute auch denken.
Hier die Schritte des Gewinnspiels:
Persönlich ganz furchtbar finde ich die Lese-Software von i-nigma aber das soll die positive Aktion nicht mindern. Verwendet werden im übrigen QR-Codes, ein Code der von den meisten Readern decodiert werden kann. Gute Wahl!
Via Mobile-Tagging und mobile ajax
Beim diesjährigen Tag der Rekorde im Wiener Prater stand heuer eine Überraschung bereit, dort wurden doch tatsächlich Karten mit einem deutlich sichtbaren 2D-Code ausgeteilt.
Auch das Logo von DIMOCO ließ einiges erwarten. Die Firma genießt einen sehr guten Ruf im mobilen Marketing und einer der Geschäftsführer ist auch Mit-Autor des Buches Mobile Marketing.
Bei dieser Aktion scheint aber entweder das Budget oder die Gewichtung zu klein gewesen zu sein. Für mehr als die Identifikation der Teilnehmer und die Ausgabe einer Urkunde wurde der Code nämlich nicht verwendet. Wofür man dafür eine Agentur für mobiles Marketing eingebunden hat, kann ich mir aus diesem Grund nicht erklären. Der mobile Bezug fehlt gänzlich.
Warum hat man nicht zumindest eine mobile Landingpage für die Teilnehmer gestaltet, auf der interessierte Teilnehmer Hintergrundinformationen zu den Rekorden oä. abrufen können oder man noch Leute per SMS zu dem Event einladen kann?
Guter Ansatz, der leider nicht umgesetzt wurde!
Die Japaner dürften uns in Sachen Mobilfunk bald wieder einen gehörigen Schritt voraus sein. KDDI, größter japanischer Mobilfunkbetreiber und Bandai Networks, mobile Content Provider, wollen mit Evolution Robotics’ ViPR® visuelle Suche auf Handys anbieten.
Bei der Technologie handelt es sich um eine server-basierte Lösung, Objekte automatisch zu erkennen und danach ein Suchergebnis zurückzuliefern.
Funktionieren tut das Ganze wie folgt:
Klingt eigentlich recht simpel, erfordert aber unglaubliche Technologie und Verwaltung am Server um die Bilder auch wirklich zu erkennen. Bei einer eingegrenzten Gruppe an Gegenständen (z.B. CDs, DVDs, Bücher) kann ich mir das noch vorstellen, diese Artikel kann man aber auch jetzt schon ganz gut erfassen und ohne Bilderkennung gute Resultate erzielen. Wenn es aber darum geht so einen Service flächendeckend anzubieten, wodurch er wirklich einen entscheidenden Mehrwert bieten würde, wird diese Technologie an ihre Grenzen stoßen. Ich denke dabei an das Erkennen von Bauwerken, oder sogar von Personen (Datenschutz mal nicht beachtet).
Trotzdem haben die Japan nach den QR-Codes eine neue Technologie am Start, auf deren Einsatz man in Europa wohl noch lange warten werden muss.
via IntoMobile