Mobile-OS Landschaft konsolitiert sich

Jun 24, 2008 in market, open source, os, software

Wie heute bekannt geworden ist, haben sich Nokia, Sony Ericsson, Motorola, NTT DoCoMo und einige weitere Branchengrößen zur Symbian Foundation zusammengetan um gemeinsam eine Plattform für mobile Software zu entwickeln bzw. die Betriebssysteme S60, UIQ und MOAP gemeinsam weiterzuentwickeln. Darüber hinaus soll das Ganze innerhalb von 2 Jahren unter Eclipse Public License 1.0 veröffentlicht und somit Open Source werden.

Ich werte diesen Schritt als eine Maßnahme um langfristig stabil gegen die diversen Linux mobile Betriebsysteme android, openMoko und LiMo, Apple mit dem iPhone und Windows Mobile Bestand zu haben.

Ich hoffe, dass sich dadurch der Wildwuchs der Handy-OS bald erledigt und Unternehmen und Entwickler bald auf einheitliche Standards und Entwicklungsumgebungen aufbauen können. Ich sehe dies als wichtigen Schritt um die mobile Technologie auf die nächste Evolutionsstufe bringen zu können und die neuen Möglichkeiten der breiten Maße mit akzeptablem Aufwand zugänglich zu machen.

Übersicht der wichtigsten Handy-OS:

Mobile-OS Overview

zur Presseerklärung (auf Englisch)

Via futurezone

Plazes von Nokia gekauft

Jun 23, 2008 in location, market

Location based services (LBS) werden schon lange als das nächste große Ding nach SMS gefeiert, ohne allerdings wirklich die Erwartungen erfüllt zu haben.

Den Erfolg von SMS werden sie nach wie vor nicht wirklich leicht erreichen können, allerdings verdichten sich in den letzten Monaten das sie doch endlich erwähnenswerten Einzug in die mobile Landschaft halten. Viele Hersteller, allen voran Nokia, statten ihre Vorzeige-Geräte mit GPS aus, immer mehr Dienste bieten LBS in irgendeiner Form, Start-ups werden gekauft, …

Plazes Logo

Letztes hat heute Nokia mit Plazes gemacht.

Plazes ist ein Service, bei dem man sagen kann was man wo macht. Anders als z.B. bei Twitter, steht allerdings der Standort im Mittelpunkt und man kann sehen was sich in der näheren Umgebung noch so befindet.

Download Flash plugin

Ich muss allerdings zugeben, dass sich mir der Nutzen noch nicht so ganz erschlossen hat. Ich gehe aber davon aus, dass es hier auch einen Twitter-Effekt gibt und sich einem der Sinn erst erschließt, wenn man genug “Kontakte” hat. Bis jetzt nutze ich es allerdings so gut wie gar nicht und ich bin gespannt was Nokia daraus macht. Die Technologie und die Konzeption dahinter sehen allerdings sehr gut aus und hat auf jeden Fall Potenzial Nokia einen Mehrwert für LBS zu liefern.

Der Service kann durch eine Integration auf den Nokia-Handys usw. auch nur profitieren.

Via techcrunch

Online-Marketing Leitfaden

Apr 25, 2008 in guideline, market, werbung

Cover Leitfaden

Schon seit fast 2 Monaten veröffentlicht, aber deswegen nicht minder interessant, ist der Leitfaden zum Thema Online-Marketing in Österreich. In dem Leitfaden wird auch auf mobile Themen eingegangen und er ist auf jeden Fall einen Blick wert. Außerdem findet man auch ganz gute Zahlen zum Markt.

150 Seiten stark ist die heurige Ausgabe von Werbeplanung.at - eine Leistungsschau des österreichischen Online-Marketings.
Was Sie erwartet: Fakten, Meinungen – wie es sich gehört – durchaus kontroversieller Art, Zahlen, die in Österreich noch fehlten.

Der Leitfaden kann auf den Seiten des Werbeplanung Blog downgeloadet werden. Ab Seite 34 findet man Case-Studies und Artikel zu mobilen Kampagnen und Themen.

Datenpaket zu Mobilfunk-Vertrag

Apr 24, 2008 in market, mobile web, operator, twitter

Normal berichte ich ja nicht über neue Tarife, zu viel ändert sich da und zu wenig unterschiedlich sind sie, doch wie Georg Holzer auf Twitter berichtet hat, wird der Mobilfunkanbieter 3 bei neuen Handyverträgen ein Datenpaket mit 100MB Download im Monat inkludieren. Außerdem ist in diesem Tarif unbegrenztes Mobile-TV inkludiert.

3-Showtime

Aus Endkunden und auch Hersteller-Sicht kann ich diesen Schritt nur schwer begrüßen und ich hoffe, dass weitere Anbieter, und nicht nur in Österreich, diesem Schritt folgen und das iPhone-Modell Schule macht. Modernen Handys würden damit endlich die Fußfesseln abgenommen werden und ihre Funktionen ohne Furcht vor den Kosten genutzt werden können.

Diesen Schritt hatte ich eigentlich erst ca. einem Jahr erwartet, aber 3 scheint sich an seinen Leitsatz “Bei 3G wird vor allem das breite Angebot an multimedialen Inhalten im Vordergrund stehen” erinnert haben und sich mit diesem Schritt weg vom “Wallet Garden” der Mobilfunkbetreiber bewegt haben.

Zum unbegrenzten mobilen Fernsehen kann ich nur sagen, dass ich mir so die Nutzung von Mobile-TV vorstellen kann. Das jemand dafür extra bezahlt, halte ich derzeit für unrealistisch. Dafür ist das Angebot einfach zu wenig mobile-tauglich und zu irrelevant.

Ich hoffe, dass sie mit diesem Schritt Erfolg haben und andere Anbieter bald nachziehen. Mobil-affine Kunden wird es jetzt schon freuen. Weitere werden es tun, wenn sie es gratis nutzen.

Anmerkung: Ich bin selbst Kunde dieses Anbieters und derzeit mit genau diesem Paket als Zusatzoption mobil unterwegs. Laut meiner Erfahrung reichen 100MB für das mobile Surfen, regelmäßiges Abrufen von Emails, manchmal Bilder zu flickr hochladen, … aus. Meine Podcast synchronisiere ich allerdings über das WLAN zuhause.

Objekterkennung als Suche

Apr 18, 2008 in future, market, mobile tagging

Die Japaner dürften uns in Sachen Mobilfunk bald wieder einen gehörigen Schritt voraus sein. KDDI, größter japanischer Mobilfunkbetreiber und Bandai Networks, mobile Content Provider, wollen mit Evolution Robotics’ ViPR® visuelle Suche auf Handys anbieten.

Bei der Technologie handelt es sich um eine server-basierte Lösung, Objekte automatisch zu erkennen und danach ein Suchergebnis zurückzuliefern.

Funktionieren tut das Ganze wie folgt:

  • man schießt mit der Handykamera ein Foto vom gewünschten Objekt
  • danach wird das Bild als Email an den Service gesendet
  • abschließend bekommt man zum Objekt passende Information per Email zurück

Klingt eigentlich recht simpel, erfordert aber unglaubliche Technologie und Verwaltung am Server um die Bilder auch wirklich zu erkennen. Bei einer eingegrenzten Gruppe an Gegenständen (z.B. CDs, DVDs, Bücher) kann ich mir das noch vorstellen, diese Artikel kann man aber auch jetzt schon ganz gut erfassen und ohne Bilderkennung gute Resultate erzielen. Wenn es aber darum geht so einen Service flächendeckend anzubieten, wodurch er wirklich einen entscheidenden Mehrwert bieten würde, wird diese Technologie an ihre Grenzen stoßen. Ich denke dabei an das Erkennen von Bauwerken, oder sogar von Personen (Datenschutz mal nicht beachtet).

Trotzdem haben die Japan nach den QR-Codes eine neue Technologie am Start, auf deren Einsatz man in Europa wohl noch lange warten werden muss.

via IntoMobile