Heute musste ich mit Schrecken beobachten, wie die “Models” der Puls4-Show “Austrias Next Topmodel” das G1 wirklich unter seinem Wert präsentiert haben. (warum ich sowas sehe, will ich hier nicht näher erörtern)
In der heutigen Episode hatten sie unter anderem die Aufgabe, in Mailand den Weg zu mehreren Castings zu finden. Kurz gesagt: Das G1 stieg dabei nicht wirklich gut aus.
Wenn aber jemand keinen Stadtplan lesen kann, dann kann auch die beste Karten-Anwendung am Handy nichts machen. Ich selbst bin ständig in Wien unterwegs und treff mich oft mit Leuten an unterschiedlichen Orten bzw. Lokalen. Ich gebe auch ganz offen zu, dass ich mich in Wien nicht gut auskenne. Als Bergmensch, wie mich meine Freundin immer bezeichnet, kann und will ich mir einfach keine Straßennamen merken. Ist aber auch gar nicht notwendig, ich habe immer ein Handy dabei und kann – im Gegensatz zu Models – Straßenkarten ganz gut lesen.
Ich finde das Google Maps am G1 wirklich gut implementiert ist und auch einfach zu bedienen ist. Einziger Kritikpunkt für mich ist eine Fehlpositionierung in der Nähe der Wiener Mariahilferstraße. Ich war plötzlich vor der Küste Wales. Hier hat wohl T-Mobile bei einem Sendemasten die falschen Koordinaten hinterlegt, anders kann ich mir das nicht erklären.
Beim Durchstöbern der Post während der Feiertage (da macht man sowas mal etwas genauer) bin ich auf eines dieser “Gutscheinheftchen” mit allerlei entbehrlichem (Münzen, 5er-Pack Unterhosen, Sexkataloge, …) gestoßen. Mit dabei war auch einer dieser SMS-Abo Dienste.
Eigentlich war ich ja der Meinung, dass diese Praktiken schon der Vergangenheit angehören und die Konsumenten über die Abzocker-Praktiken dieser Anbieter Bescheid wissen. Dem ist aber offenbar nicht so, sonst würde es in diesem Bereich wohl keine Anbieter mehr geben.
3 Handy Downloads im Sparpaket von € 4,00/Woche, zzgl. SMS/WAP/GPRS-Kosten (ab 18 J.). Jederzeit Ende: stopibtop per SMS.
Nach Aufbrauch des Clubguthabens € 4,00/Produkt…
Ich wäre neugierig, warum das Keyword zum Abbestellen “stopibtop” sein muss und wie viele Abonnenten dieses dann noch wissen. Ein Einfaches “stop” ist wohl zu naheliegend, um den Wucher abzustellen.
Bitte liebe Konsumenten, haltet euch von derartigen Angeboten fern und schickt ja keine SMS an die angegebene Nummer. Liebe Anbieter, bitte beschmutzt nicht weiter die positiven Möglichkeiten von SMS-Kampagnen und zerstört nicht das Vertrauen der Kunden, bevor es sich gebildet hat. Wenn man an solche Dienste denkt, muss man bei jeder Aufforderung “Senden Sie eine SMS an…” zusammenzucken und schreiend davonlaufen.
Letztes Wochenende hatte ich in Berlin zu tun und habe das gleich genutzt um die Fotofunktion des N96 auf die Probe zu stellen. Deshalb habe ich meine Digitalkamera gleich zu Hause gelassen und mich voll auf die gute 5 MP-Kamera des Nokia N96 verlassen.
Das beste Feature der Kamera ist, das alle Bilder automatisch geogetaggt werden. Damit können die Bilder nach dem Upload zu Ovi oder flickr automatisch auf einer Landkarte angezeigt werden. Dadurch wirken die Bilder für mich viel authentischer und man weiß sofort wo sich das Bauwerk befindet oder wo man was erlebt hat.
Leider bietet Ovi noch keine Funktion zum Einbetten der Karte
Die Kamera funktioniert gut und mach (bei Tageslicht) wirklich gute Aufnahmen. Für Aufnahmen im Dunkeln ist leider der Blitz etwas zu schwach und die Bilder werden körnig.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Druckpunkt des Auslösers, der hätte etwas weniger schwergängig ausfallen können.
Wofür der LED-Blitz aber perfekt ist, ist für Nahaufnahmen und zum Fotografieren von Dokumenten. Die LEDs leuchten die Scene eher gleichmäßig aus und haben nicht so ein hartes Licht wie ein normaler Blitz. Dadurch spiegelt es weniger und das Objekt wird besser ausgeleuchtet.
Meine derzeitige Lieblingsanwendung von Nokia ist Nokia viNe und ich habe damit einen Spaziergang durch den 1. Wiener Gemeindebezirk gemacht, um die GPS, Foto und Video-Eigenschaften des N96 zu testen.
Kurz gesagt, geht es bei der Anwendung um das Thema “Wo war ich und was hab ich dort gemacht?”
In diesem Sinne protokolliert die Anwendung alles, was während eines Weges gemacht wird. Dabei werden Fotos, Videos und die gehörten Songs an den jeweiligen Positionen auf der Strecke eingezeichnet.
Mancher mag sich fragen, wozu das gut sein soll, aber in Zeiten von Twitter, Facebook und Co. regiert der Exhibitionismus und man will seine Freunde, Bekannten, usw. ständig am Laufenden halten. Weshalb so eine Anwendung sicher auf Interesse stoßen wird. Außerdem kann eine City-Tour mit dieser Anwendung auch um einiges spannender präsentiert werden, wenn die Bilder auch noch im geografischen Kontext dargestellt sind.
Zum Starten/Tracken muss einfach “Record” gedrückt werden. Die Anwendung kann dann in Hintergrund gegeben werden und zeichnet trotzdem die Bild-, Audio-, Video-Ereignisse auf. Man kann das Ganze entweder gleich live streamen, oder den Track am Ende hochladen.
Hier beginnen auch die Probleme: das Live-Tracken macht im Grunde ziemlich wenig Sinn, da die Aktion weder über Twitter versendet wird oder sonst wo sichtbar ist. Man kann nur auf gut Glück auf das Sportstracker-Profil der Person gehen und würde dort dann den aktuellen Weg sehen.
Aber auch die Nutzung nach dem Upload ist nicht wirklich gut gelöst. Der Track ist nur innerhalb von Nokia Sportstracker verfügbar und kann nicht in die eigene Webseite oder Blog integriert werden. Das Einzige was man machen kann, ist den Pfad als .kml für Google Earth exportieren. Google Maps kann diese Datei übrigens ebenfalls anzeigen. Die Datei muss nur online gespeichert sein und dann kann man den Pfad in die Suchleiste bei Google Maps eingeben:
Dieser Workaround ist einerseits nur eine sehr abgespeckte Nutzung der Daten; Bilder und Videos werden dabei nicht angezeigt, außerdem ist er wohl auch nicht für jeden User verständlich.
Was außerdem schwer zu kommunizieren sein wird, ist die Tatsache, dass die Daten unter Sportstracker zu finden sind. Warum legt man die beiden Dienste nicht gleich zusammen und kommuniziert nur noch einen Namen?
Ein weiterer Kritikpunkt ist der Akkuverbrauch. Klarerweise zehrt eine ständig offene Datenverbindung und aktiviertes GPS gehörig am Akku. Dies führt neben dem ohnehin schwachbrüstigen Akku zu einer weiteren dramatischen Verkürzung der Erreichbarkeit und man schafft definitiv keinen ganztägige Stadtbesichtigung mit aktiviertem Tracking.
Die offene Datenverbindung ist auch ein eindeutiges Killer-Argument, warum man die Anwendung im Ausland nicht nutzen wird. Die Kosten für Datenroaming sind einfach zu unattraktiv und unübersichtlich, kaum jemand wird dafür eine hohe Telefonrechnung riskieren. Gerade dort würde so eine Anwendung meines Erachtens aber am meisten bringen, zuhause hält sich der Mehrwert doch etwas in Grenzen.
Nichtsdestotrotz macht die Anwendung Spaß und lässt auf bessere Integration und Nutzungsmöglichkeiten hoffen.
Den Spaziergang in voller Pracht kann man hier unter Sportstracker betrachten.
Die Bilder habe ich auch bei Ovi raufgestellt. Diese Gallery lässt sich super einbinden und man hat auch mehrere Varianten zur Auswahl:
Es freut mich immer wieder wenn ich unerwartet auf einen 2D-Code stoße und natürlich muss dann auch gleich getestet werden was sich dahinter verbirgt. In Österreich ist dies meist eine herbe Enttäuschung, so auch gestern bei einem Spaziergang durch Wien.
Beim Museumsquartier klebte an der Tür einer DJ-Box ein QR-Code mit einem Link zur Webseite eines Projektionskünstlers.
Ich kann ganz gut nachvollziehen das ein Projektionskünstler nicht viel mit mobile Web zu schaffen hat, dennoch würde eine kleine mobile Landingpage in diesem Fall nicht schaden. Ansonsten ist der “AHA”-Effekt des mobilen Tags völlig verschenkt und der QR-Code reine Dekoration.
Zumindest hat der Künstler jetzt einen Link auf seine Seite mehr!