Nach längerer berufsbedingter Blog-Untätigkeit (mein Tag hat leider auch nur 24 Stunden), gibt es heute mal etwas Ungewohntes – 5 Blogs, die ich im Rahmen des Blogday 09 empfehle.
Da die Welt nicht nur aus mobilen Themen besteht, sind es vor allem Blogs, die nicht in die Blogroll passen. Jedes ist absolut lesenswert und einen Klick wert.
Außerdem habe ich auch alle Autoren persönlich geprüft und für gut befunden! Den Autoren ist eines gemein: Sie leben, was sie schreiben!

Eine sehr nette Frau schreibt hier über Dinge, die sie beobachtet und spannend findet. Die Welt von oben, unten und der Seite betrachtet ist das Motto und deswegen ist der Themenmix auch recht breit gefächert.
Für mich ist der Blog eine willkommene Abwechslung, um auch Themen abseits der Mobile- bzw. Web-Welt mit zu bekommen.

Der Blog des coolsten (online) Shop Österreichs und außerdem noch ein Schladminger Unternehmen. Hier kann ich meine jungen Jahre immer wieder aufleben lassen und beobachten, was in der Snowboardszene so passiert. Ich liebe Snowboarden und werde wohl auch als alter Greis bei Tiefschnee noch über beide Ohren grinsen, mein Brett aus dem Keller holen und mein mobiles Device maximal zum Live-Streamen aus der Snowboardhose holen.

Ich glaube der Blog von Georg Holzer war der erster österreichischer Blog, den ich abonniert hatte. Bis jetzt sind seine Artikel spannend geblieben (wenn auch in der Anzahl weniger) und ich durfte ihn unlängst bei der ovi challenge auch endlich persönlich kennen lernen.

Wer behauptet es gibt keine netten Wiener, soll sich mal 5 Minuten mit diesem Mann unterhalten und er wird für ewig schweigen (ich weiß wovon ich rede!
). Außerdem macht er noch Webdesign und bloggt auch darüber… und beides ziemlich gut. Dort findet man oft aktuelle (Hype)-Themen auf den Punkt und Boden gebracht.

Mobile Zeitgeist war mein erster deutschsprachiger Blog zu mobilen Themen und ich hatte ihn bereits abonniert, als Heike noch alleine gegen übermächtige englischsprachige Konkurrenz gebloggt hat. Mittlerweile kenne ich drei der Autoren und zwei davon sind MobileMonday Austria Mitgründer und gute Freunde.
Technorati-Tag: Blogday09
In Wien hat heute T-Mobile am Graben dafür gesorgt, dass zahlreiche Passanten in einem Regen von Rosenblüten baden konnten. Bei vielen wurden dadurch die Frühlingsgefühle geweckt.
Für einen der ersten sonnigen und warmen Tage in Wien hatte sich T-Mobile wirklich etwas ganz besonderes einfallen lassen. In einer beispiellosen Aktion ließen sie mit Hilfe von Gebläsen Rosenblüten von mehreren Häusern am Ende des Grabens auf die überraschten Wiener und Touristen regnen. Sie entlockten dadurch wunderbar zu beobachtende Emotionen bei den sonst so steifen Wienern. Da tanzten plötzlich Leute zur Musik, die aus Lautsprechern kam und begannen Pärchen sich spontan zu küssen. Auch viele Kinder hatten ihren Spaß mit den Blüten und legten sich mitten im 1. Bezirk auf den mit Rosenblüten bedeckten Boden.
Es war wirklich schön zu beobachten, wie die Leute auf die Aktion reagiert haben und wie sie sich im Anschluss über die von T-Mobile verteilten Rosen (die aber nur Frauen bekamen) freuten.
Damit hat T-Mobile den neuesten Werbespot in die Realität umgesetzt:
Ich glaube, dass T-Mobile damit eine wirklich großartige Aktion gelungen ist und die Marke dadurch wirklich extrem positiv aufgenommen wurde.
Es freut mich zu sehen, dass so etwas auch in Österreich möglich ist. Auch die so positive Reaktionen der Leute hat mich überrascht. Ein gutes Gegenbeispiel zu dieser Aktion konnte ich auf dem Weg zurück nach Hause beobachten. Eine große Bekleidungsmarke hat die Eröffnung eines neuen Shops beworben. Hier liefen klassisch einige Promotion-Leute herum und verteilten Gutscheine. Der Andrang auf den Shop war auch riesig, aber ich bezweifle, dass deshalb die Marke an Wert gewinnt und anders wahrgenommen wird.
Nachtrag: Video von der Aktion
Ich habe mich im Beitrag “Mit dem Handy auf Reisen” kurz darüber ausgelassen wie schlecht ich die Kamera des G1 finde. Da ich solche Behauptungen ganz gerne mit Fakten belege, hier ein kurzer Vergleich der beiden Kameras mit dem selben Motiv:
Es ist deutlich zu erkennen, dass das Nokia N95 mit seiner 5 Megapixel-Kamera die Farben viel satter darstellt und das Bild insgesamt um einiges schärfer rüberkommt.
Natürlich kann man von einer 3.1 MP Kamera nicht erwarten sich mit einer 5 MP Kamera zu messen. Für mich ist es aber ein Punkt der von HTC eindeutig verbessert werden muss. Mittlerweile erwarte ich mir von einer Handykamera einfach, dass ich sie für den Schnappschuss zwischendurch verwenden kann. Hinzu kommt noch, dass es sich hier um ein ruhiges Motiv handelt. Bei sich bewegenden Motiven bekommt man noch viel schwerer ein gutes Bild hin. Aufnahmen bei weniger guten Lichtverhältnissen sind aufgrund des fehlenden Blitzes gänzlich unbrauchbar.
Vielleicht ist es ein schwacher Trost, aber das iPhone hat in Sachen Bildqualität noch weniger zu bieten.
Wie schon in meinem letzten Beitrag angemerkt, hatte ich vergangene Woche die Gelegenheit, einige mobile Anwendungen bei einer Konferenz in Berlin vorzustellen. Da ich gerne das Nützliche mit dem Angenehmen verbinde und ich Berlin noch nie als Tourist besucht habe, nutzten wir die Gelegenheit und verbrachten zwei Touristentage in Deutschlands Bundeshauptstadt. Bei dieser Gelegenheit konnte ich auch die Reiseführereigenschaften des G1 ein wenig auf die Probe stellen.
Dass Google Maps zu einer meiner mobilen Lieblingsanwendungen zählt, ist ja kein Geheimnis. Ich finde die Anwendung einfach super praktisch – es ist wohl eine der nützlichsten Anwendungen, wenn man sich in einer fremden Stadt bewegt.
Einsatzmöglichkeiten gibt es unzählige, in unserem Fall haben wir den Checkpoint Charlie nicht auf Anhieb gefunden und einfach mit Google Maps danach gesucht.
Checkpoint Charlie
Eine weitere Anwendung für die Orientierung ist “Berlin Metro”, ein Dienst, der das U- und S-Bahn Netz auf das G1 bringt. Die Anwendung hält den Vergleich mit “Fahrplan” (iTunes Link) am iPhone zwar nicht stand, ist aber im Moment noch die einzige Anwendung für diesen Zweck am G1. Hier wird man sich noch ein wenig gedulden müssen, bis bessere Alternativen nachkommen.
Denn viel mehr als ein Bild des Verkehrsnetzes bietet das Programm noch nicht. Die Suchfunktion besteht nur aus einer Liste der Haltestellen, die man durchsuchen muss. Eine Suchfunktion innerhalb der Liste wird auch nicht geboten. Von den Abfahrzeiten, einer Umgebungssuche oder gar Routenplanung ist man bei dieser Anwendung noch weit entfernt.
G1 – Berlin Metro
Qype ist für mich mittlerweile ebenfalls sehr nützlich geworden. Ich finde damit jederzeit etwas Gutes zum Essen und kann mir vor dem Eintritt in ein Lokal noch schnell die Meinungen anderer User durchlesen und die Wahl dementsprechend ändern.
Die innovativste Anwendung für das G1 ist in meinen Augen “Wikitude” von Mobilizy. Das behaupte ich nicht nur, weil es sich um ein Salzburger Startup handelt, sondern weil die Frage “Was ist in meiner Nähe” wirklich innovativ beantwortet wird.
Wikitude blendet Informationen zur Umgebung als Overlays in das Kamerabild ein. Eine Karten- und Listenansicht ist auch möglich. Die Informationen werden von Wikipedia und QYPE bezogen.
Eine perfekte Gelegenheit Wikitude zu testen, war der Blick vom Fernsehturm in Berlin über die Metropole. Berlin glänzt in meinen Augen ja nicht durch Übersichtlichkeit, mit Wikitude hat sich der Nebel zumindest ein wenig gelichtet.
Leider musste ich die Screenshots wieder einmal nachstellen (keine Screenshots am G1), deshalb der Blick von unserer Terrasse auf den Augarten:
G1 – Wikitude
Wikitude Kartenansicht
Bei einem Sightseeing-Trip ist es notwendig, die richtige Kleidung und Schuhwerk mitzuhaben. Um das gewährleisten zu können, versorgt einen der “The Weather Channel” mit ausführlichen Wetterinformationen und Prognosen für die nächsten Tage. Das Wetter wird dadurch zwar nicht besser, aber zumindest kann man sich entsprechend vorbereiten.
Theoretisch kann man mit der integrierten Kamera die Eindrücke der Stadt für später festhalten und auf eine zusätzliche Kamera verzichten. Theoretisch, weil die G1-Kamera Schrott ist und ich mich wohl ewig über die miesen Bilder ärgern würde. Deshalb habe ich auf die Kamera meines N95 vertraut. Das N95 ist zwar auch keine DSLR Kamera, für den Schnappschuss zwischendurch reicht es aber allemal und außerdem beschert sie mir keinen schiefen Rücken vom Tragen.
Leider kann die Kamera auch nicht durch ein Firmware-Update verbessert werden. Die Anwendung “SnapPhoto” versucht die Qualität der Bilder durch Verwendung des Lagesensors zu verbessern. Die Anwendung will erkennen, wann die Kamera ruhig gehalten wird und löst erst dann aus. Das Ruhig-Halten ist aber wohl das kleinste Problem und die schlechte Kamera wohl ein Hauptargument gegen das G1.
G1 – SnapPhoto
Die oben genannten Anwendungen werden wohl auch kritische Geister schnell von mobilen Diensten im Urlaub überzeugen. Es ist wirklich praktisch, das Handy auch im Ausland ins Web zu jagen – Kopfschmerzen bereitet da nur die Telefonrechnung danach.
Freies WLAN ist in Berlin zwar oft zu finden, in der Nähe der typischen Touristenattraktionen ist aber kaum damit zu rechnen. Bleibt die Hoffnung, dass die Verfügbarkeit von freien WLANs in Zukunft zunimmt. Berlin testet so etwas ja gerade, andere Städte sind schon weiter oder freie Initiativen versuchen ähnliches.
Ich halte solche Initiativen für sehr wertvoll und wichtig. Allerdings haben hier die Mobilfunker starken Handlungsbedarf. Es ist kaum zu argumentieren, dass weltweit operierende Mobilfunker Geräte verkaufen, mit dem man Always-on ist und dies enden soll, sobald man die Landesgrenzen verläßt. Zumindest innerhalb der EU sind ja Grenzen etwas Abstraktes geworden und man bewegt sich völlig frei. Warum muss gerade ein Kommunikationsgerät noch an Grenzen gebunden sein, wenn sogar derselbe Provider am Display erscheint?
Heute habe ich das G1 mal beim Laufen getestet. Nokia bietet mit Sportstracker und viNe ja wirklich gute Anwendungen um seine Aktivitiäten mit GPS aufzuzeichnen. Sportstracker kann seit kurzem auch mit einem Pulsmesser von Polar verbunden werden. Ob man damit auch sofort gleich fit und hip durch die Straßen läuft wie der Darsteller im Promo-Video, waage ich jetzt mal zu bezweifeln.
Jedenfalls gibt es für das G1 mit Buddy Runner eine sehr gute und einfach zu bedienende Anwendung, mit der man seine sportlichen Outdoor Aktivitäten tracken kann. Outdoor, weil man für den GPS-Empfang im Freien sein muss.
Die Anwendung ist wirklich sehr einfach zu bedienen. Nach der Eingabe einer Mail-Adresse und seines Gewichtes muss die Anwendung eigentlich nur noch mit einem Druck auf “Start” gestartet werden. Damit wird die Aufzeichnung gestartet und das Workout aufgezeichnet. Ein Blick auf das Display verrät einem sofort wie lang man unterwegs ist, die zurückgelegte Strecke und die Geschwindigkeit. Besonders gelungen finde ich das Audio-Feedback. Eine Stimme informiert einem nach jedem zurückgelegten Kilometer über den aktuellen Stand. Hier sind natürlich Kopfhörer zu empfehlen, da man sonst sicher etwas schräg angesehen wird. Die laufende Musik wird dabei kurz pausiert und danach wieder weiter abgespielt. Schade das die Kopfhörer absoluter Schrott sind und nicht anständig in meinen Ohren halten wollen.
Der Reiter “Map” zeigt einem die bereits zurückgelegte Strecke auf der gewohnten “Google Maps” Karte.
Wenn man sein Training beendet hat, genügt ein “End” um die Aufzeichnung zu stoppen. Danach wird die Aufzeichnung auf die Plattform des Anbieters geladen und eine Mail an die angegebene Adresse versendet. Somit kann man nach dem Duschen sofort seine Leistung bewundern und erhält ein Logbuch seiner Trainings. Kalorienverbrauch inklusive.
Leider kann ich am G1 keine Screenshots ohne PC machen, daher konnte ich sie nicht während der Aufzeichnung machen.
Super wäre noch die Möglichkeit der Integration der Trainings in andere Seiten oder die Integration von anderen Social Media Diensten. Ich könnte mir gut eine Facebook-Anwendung vorstellen oder einfach das Versenden eines Twits, wenn man zu Laufen beginnt und aufhört. Hier werden sich die Anbieter aber sicher noch etwas einfallen lassen, die Anwendung ist ja noch jung.