Gastbeitrag: Das Nokia N900, ein mobiler Alleskönner für alle Fälle

February 1st, 2010   •   4 comments   

Ich war durch einen Beitrag in diesem Blog in der glücklichen Lage dieses Handy zu gewinnen.

Und ich muss sagen, es gibt ein knappes, kurzes, für manche vielleicht ordinäres, Wort um das Handy zu beschreiben: GEIL.

Gestern bin ich früher von der Arbeit weg, da mich die glückliche Nachricht erreichte, dass die Post ein Packerl von Nokia gebracht hat.

Na dann ab nach Hause um 14:00 (zum Glück war mir Murphys Law dieses Mal gut gesonnt, was in der IT Branche nicht allzu oft der Fall ist).

Zuhause angekommen, das Packerl aufgerissen und gestaunt…

Ein dezente,rechteckige schwarze Verpackung mit der Aufschrift “Nokia N-Series” lachte mir entgegen.

Auf das Ding und da strahlte es entgegen: edel, stylisch und unaufdringlich zugleich: Das N900.

Raus, Akku gesucht, Sim Karte rein eingesteckt und los geht das Erlebnis.

Da mein letztes Handy ein M600i war (das bis zum Glück jetzt noch geht) war ich mehr als beeindruckt von neuen Möglichkeiten, von denen ich wusste, es gibt sie, jedoch noch nie benutzen konnte.

Denn 3 Stunden später, war ich natürlich mit WLAN online, meine Kontakte wurden mit den Kontaktdetails aus Facebook und Twitter ergänzt und und und.

Das Beste an allem: Ich sagte dem N900, “hole Kontakte” “über Bluetooth” “m600″ und schon fings an zum kopieren das lustige Ding.

Was mich fasziniert daran ist das Betriebssystem, dass unglaublich performat und sehr schnell arbeitet und reagiert.

Noch besser gefällt mir persönlich natürlich die Möglichkeit mittels Standard Linux Befehlen das System zu überprüfen.

Hierzu gibts auch schon findige Applikationen die CPU und RAM auslesen oder Task Manager, wo man gezielt Prozesse killen kann.

Das vorinstallierte Skype, welches sich in die Kontakte einordnet war mir zuerst ein wenig unsympathisch, jedoch durch die Funktion “Kontakt zusammenführen”, macht es durchaus Sinn.

Dadurch hat man alle Kontaktmöglichkeiten an einem Kontakt. Am Anfang ein wenig mühsam (vielleicht gehts auch anders, aber nicht durch mich) jedoch wenn mans hat, kann man wirklich effizient seine Kontakte verwalten.

Nun warte ich noch auf die BigBob Freischaltung mit 1 GB Datenvolumen und dann gehts immer ab, nicht nur im WLAN.

Was noch erwähnenswert ist, ist die Authentifizierungsmöglichkeit im WLAN. So konnte ich mich im Cooperate WLAN authentifizieren mithilfe MSCHAP und meinen Directory Password und schon war ich im Internen WLAN.

Was ich auf ersten Blick nicht ganz verstehe ist die Schwenklogik. wenn ich auf Telefon klicke hat es teilweise Aussetzer und es bleibt auf dem normalen Mode.

Weiters konnte ich den Touchscreen heute mit einem iPhone eines Arbeitskollegen vergleichen und er hat schon recht, wenn er sagt, dass das iPhone auf touch sensibler reagiert.

Aber wen juckts?

Ich bin vollauf zufrieden und sehr begeistert von dieser Innovativen mobilen Lösung, ja von diesem mobilen Computer.

Das ist nämlich dieses neue Nokia N900.




Eine Woche mit dem Nokia N900

December 14th, 2009   •   44 comments   

Letzte Woche habe ich mit dem Nokia N900 das in meinen Augen innovativste Handy seit dem iPhone und des ersten Android-Geräts zum Testen bekommen. Gemeinsam mit Barbara Ondrisek, Helmut Hackl und Philipp Nagele werde ich in den nächsten Woche meine Eindrücke vom Gerät sammeln und sowohl auf NokiaAppForum als auch auf Mobile2Null davon berichten.

Maemo Home Screen

Maemo Home Screen

Nokia positioniert das N900 genau dort, wo ich es auch sehe – als Gerät für Leute, die sich auf dem Gerät austoben wollen und Linux-Fans. Das Betriebssystem Maemo ist ein auf Linux basierendes OS und Nokia bewirbt es als freies OS. Google hat sich hier ja nach den Diskussionen rund um CyanogenMod (der Entwickler wurde abgemahnt, weil er Gmail und andere Applikationen in seiner alternativen Firmware verwendet hat) nicht nur Freunde gemacht.




Bei der Hardware hat sich Nokia auf jeden Fall nicht lumpen lassen. Ein 600 MHz Prozessor und 1 GB Arbeitsspeicher sorgen dafür, dass das Gerät wirklich flüssig läuft und jede Menge Applikationen gleichzeitig geöffnet sein können. Videos werden auf dem 3,5 Zoll Touch-Display (resistiv -> reagiert auf Druck, sanftes streicheln geht hier nicht) mit 800 × 480 Pixel Auflösung flüssig abgespielt. Davon finden auf dem 32 GB Speicher wohl auch einige Platz oder können mit 800 x 480 Pixel auch mit der Kamera aufgenommen werden. Im Foto-Modus bietet die Kamera 5 MP Auflösung.

Video vom Unboxing, dem ersten Start und vom Home-Screen

Der erste Eindruck

Nach einer Woche habe ich einen sehr positiven Eindruck vom Gerät. Die Hardware ist super verarbeitet und die Auflösung und Darstellung des Displays das Beste, was ich bis jetzt auf einem “Handy” gesehen habe. Maemo ist in meinen Augen die Plattform, die Nokia in die Zukunft bringen wird. In die Details ist noch etwas Arbeit zu stecken, die Richtung stimmt aber auf jeden Fall.

Gewinnspiel

Nokia scheint begriffen zu haben, wie wichtig es für das Unternehmen ist, die Entwickler (wieder) für sich zu begeistern. Da Entwickler die Weisheit aber auch nicht mit dem Löffel gegessen haben, kann jeder Vorschläge für sinnvolle und innovative Anwendungen einbringen bzw. sagen, welche Anwendungen ihr gerne auf dem Gerät sehen würdet. Dazu bitte einfach in den Kommentaren die Idee(n) posten. Am 12. Jänner werde ich dank Nokia unter den Einreichungen ein Nokia N900 vergeben.

Viel Spaß beim mitgestalten der mobilen Zukunft!

Vielen Dank für die rege Teilnahme und die vielen Vorschläge. Als Gewinner habe ich Hannes Bauer gewählt und ich gratuliere ihm recht herzlich zu seinem Nokia N900. Die Begründung findet ihr etwas weiter unten in den Kommentaren. Nochmal vielen Dank für die super Vorschläge.

Hier noch ein Video, wie sich Nokia die mobile Zukunft 2015 vorstellt:

HTC Hero kommt als G2 Touch nach Österreich

July 15th, 2009   •   4 comments   
G2 Touch

G2 Touch (Quelle: T-Mobile)

T-Mobile Österreich hat heute bekannt gegeben, dass das G2 Touch (auch bekannt als HTC Hero) bald exklusiv bei T-Mobile in Österreich erhältlich sein wird.

Das HTC Hero bzw. G2 Touch hat einige meiner Kritikpunkte des T-Mobile G1 verbessert (5MP Kamera, 3,5 mm-Audiobuchse, größerer Akku), leider bringt es keine echte Tastatur mehr mit. Besonders gespannt bin ich auf die Sense UI, eine eigene Benutzeroberfläche von HTC für Android.

Technische Daten des G2 Touch:

  • Prozessor: 528 MHz
  • RAM: 288 MB RAM
  • 3,2-Zoll TFT-LCD Touchscreen (320 x 480)
  • Quadband HSPA/EDGE/GPRS/GSM
  • 5-Megapixel-Farbkamera mit Autofokus
  • 3,5 mm-Audiobuchse
  • Lithium-Ionen-Akku 1350 mAh
  • microSD™-Speicherkarte (SD 2.0-kompatibel)
  • GPS
  • WLAN 802.11 b/g
  • Bluetooth® 2.0
  • G-Sensor
  • Digitaler Kompass

Hier noch ein Demo-Video der Sense UI:

Nokia N97 – Hardware hui, Software… naja

July 13th, 2009   •   6 comments   

Nokia ist in meinen Augen der Hersteller, der die besten Handys baut – zumindest was die Hardware betrifft. Bei der Software bzw. dem App Store (bei Nokia “Ovi Store” genannt) hakt es aber noch ordentlich. Da muss Nokia noch einiges tun, um mit Apple oder Android mithalten zu können.

Das neueste Nokia Flaggschiff N97 begleitete mich jetzt 1 1/2 Wochen durch den Alltag. Ich habe mir sowohl beim Donauinselfest, als auch bei diversen beruflichen Veranstaltungen und beim Sport einen ganz guten Eindruck über das Gerät verschaffen können.

Hardware

Wie ich eigentlich erwartet habe, überzeugt die Hardware. Das Handy liegt gut in der Hand, der Schiebemechanismus fühlt sich verdammt gut an, die Tastatur hat einen angenehmen Druckpunkt und eignet sich auch für etwas längere Emails oder Chats.

Bei den meisten Test wurde die Akku-Abdeckung als zu billig bewertet. Diesen Eindruck teile ich nicht. Es handelt sich zwar um dünnes Plastik, die Abdeckung hält aber bombenfest und zerkratzt sicher nicht so schnell wie so manche Hochglanzoberfläche.

32 GB Speicher sollten eigentlich genügen, dennoch kann man ihn mit MicroSD Karten noch um weitere 16 GB erweitern. Der Standard Klinken-Stecker für Kopfhörer und ein zukunftssicherer Mini-USB Anschluss zum Laden (wird ab 2010 Standardanschluss für alle Handy Ladegeräte in der EU) und Datenaustausch fallen sofort positiv auf. WLAN, HSDPA, GPS, usw. sind natürlich auch verbaut. Hier fehlt maximal der Kompass für etwaige AR- (Augmented Reality) Anwendungen. (siehe Wikitude)

Ein weiteres Highlight ist die Kamera. Mit 5 MP und einem LED-Blitz kann man mit ihr sehr gute Bilder schießen und die Digitalkamera daheim lassen. Außerdem bietet die Kamera zahlreiche Einstellmöglichkeiten, um besondere Effekte oder bessere Bilder zu erzielen.




Bei der Hardware habe ich nur einen Kritikpunkt: Die Leertaste der Tastatur ist etwas deplatziert, die würde ich in der Mitte suchen. Eine eigene Reihe für die Zahlen wäre ebenso hilfreich, das ist sich aber wohl aus Platzgründen nicht mehr ausgegangen. Das ist wohl auch der Grund, warum die Sonderzeichen etwas ungewohnt platziert sind. Wer würde das Ä schon auf der L-Taste suchen! Damit wird man aber nach kurzer Zeit zurecht kommen und sich darüber freuen, dass man eine echte Tastatur zur Verfügung hat.

Homescreen

Gleich nach der Inbetriebnahme des Handys sticht einem der Homescreen ins Auge. Diesen kann man mit Widgets an seine Vorlieben und seinen Bedarf anpassen. Mit diesen kleinen Helferlein sind alle relevanten Informationen auf einen Blick sichtbar und wichtige Funktionen sofort erreichbar. Nokia hat auch bereits einen eigene Widget Competition ausgeschrieben. Damit sollen wohl Entwickler dazu zu motivieren werden, weitere Widgets zu erstellen. Vorinstalliert sind unter anderem Widgets für Facebook, Wetter, Musik-Player, Kontakte, Programme, Kalender, …

Symbian

Von Symbian mag man halten was man will. Ich bin damit immer gut zurecht gekommen und war immer ein Freund davon.

Die 5. Version von Symbian (wo ist eigentlich v4 geblieben?) folgt dem Rad der Zeit und kann durchgängig mit den Fingern bedient werden. Man merkt allerdings, dass Symbian nicht von Anfang an für die Touch Bedienung entwickelt wurde, sondern ein vorhandenes System angepasst wurde.

Der Touchscreen reagiert gut und man wird mit haptischem Feedback (leichtes Vibrieren) belohnt. Das Scrollen funktioniert nicht wie bei anderen System mit einem leichten Wischen. Was man bei Symbian macht, erinnert eher an virtuelles Seilziehen, denn an ein Streicheln. In manchen Programmen (Tweet60) muss man überhaupt mit einer schmalen Scrollbar zufrieden sein. Von Durchgängigkeit und Ausgereiftheit kann man hier leider noch nicht sprechen.

Sehr sinnvoll, wenn auch am Anfang etwas ungewohnt, fand ich die On-Screen Tastatur im geschlossenen Zustand. Hier wird nämlich nicht wie erwartet eine vollständige Tastatur angezeigt, sondern eine Nummerntastatur mit Eingabeunterstützung. Dadurch kann man das Gerät aber auch sehr gut mit einer Hand und dickeren Fingern bedienen. In den Kontakten werden nur noch Buchstaben angezeigt, mit denen es auch weitere Treffer gibt. Hier hat Nokia sehr gut mitgedacht.

Synchronisation und Mail

Die Synchronisierung mit Outlook funktioniert mithilfe der PC-Suite (jetzt OVI Suite) perfekt. Der Email-Abruf läuft dank Nokia Messaging auch sehr gut. Wenn man will, bekommt man die Mails sogar gepusht und kann auch Zeiträume für den Push einstellen. Sehr praktisch, wenn man ab 18 Uhr nicht mehr ständig mit einer Email Benachrichtigung aufgeschreckt werden möchte. Mail for Exchange konnte ich mangels Exchange Server nicht testen, soll aber sehr gut integriert sein.

OVI Store

Der Ovi Store kann leider überhaupt nicht mit dem App Store von Apple oder dem Android Market mithalten. Was hier geboten wird, ist maximal eine Schranktür und kein Tor zur Welt (“Ovi” steht im finnischen ja für “Tür”).

Der Store wirkt auf mich unaufgeräumt und bietet kaum Programme. In meinen Augen müsste Nokia eine riesen Armada an Entwicklern mobilisieren können. Nokia bzw. Symbian und J2ME waren ja schon vor dem iPhone beliebte und viel verwendete Plattformen für Software-Herstellter. Muss man hier wahrscheinlich noch Geduld haben und auf Portierungen für S60v5 warten oder ist der Store einfach so unstrukturiert, dass man die Anwendungen einfach nicht findet?

Unterboten wird der Store maximal noch durch das Nokia eigene “Download!”, was zu einer Klingelton und Wallpaper-Falle von Jamba verkommen ist. Keine Ahnung, was sich Nokia dabei gedacht hat. Wozu zwei “Stores” auf einem Handy und einer davon verbunden mit einem Anbieter, der nicht gerade den besten Ruf genießt?

Sonstiges

  • UKW-Sender: Damit kann man im Auto ohne lästiges Zubehör über das Autoradio Musik vom Handy hören.
  • Podcasting: Ruft automatisch Podcasts nach wählbaren Intervallen ab.
  • Facebook: Für Fans von Facebook ist eine sehr gute Facebook-Applikation installiert. Diese bringt auch ein Homescreen-Widget mit und man sieht ständig die Statusupdates, Nachrichten, usw.
  • YouTube: Mit dem mobilen YouTube Client kann man YouTube am Handy genießen.
  • QIK: Für Freunde des Live-Streamings ist QIK vorinstalliert und bietet mehrere Einstellmöglichkeiten
  • Quickoffice: Eine Version zum Betrachten von Office Dateien ist vorhanden. Für die Version zum Erstellen und Bearbeiten von Dokumenten muss eine Lizenz erworben werden.
  • PDF: Ein PDF-Reader ist ebenfalls vorinstalliert.
  • Google Maps: Google Maps Mobile ist auch für die 5. Version von Symbian vorhanden. Die Anwendung nutzt natürlich das eingebaute GPS für die Positionierung und hat auch Google Latitude integriert.
  • Twitter: Ich habe Tweet60 im Einsatz gehabt. Die Anwendung hat mich nicht wirklich überzeugt. Für den kurzen Testzeitraum wollte ich mir aber auch Tweetix nicht kaufen und die gemeinsame Aktion von OVI.com, Mojos Studios und S60.at kam zu spät für den Test. Die Applikation sieht aber sehr vielversprechend aus.

Fazit

Wie Eingangs erwähnt, punktet das Nokia N97 vor allem bei der Hardware. Das Gerät wirkt sehr angenehm auf mich, liegt gut in der Hand und fühlt sich sehr wertig an.

Bei Symbian merkt man, dass es ursprünglich nicht für die Touch-Bedienung geschaffen wurde. Hier darf man wohl auf den ersten Wurf der Symbian Foundation gespannt sein. Der Store ist in meinen Augen noch nicht ausgereift. Nokia muss zusehen, einen echten Konkurrenten für Apple und Android zu schaffen. Ein vernünftiger App Store ist in meinen Augen bei Smartphones mittlerweile ein echtes Kaufkriterium. Davon ist Nokia mit dem Ovi Store noch ein Stückchen entfernt, hat aber zumindest schon eine Basis geschaffen.

Als Telefon überzeugt das Gerät aber dennoch. Die Sprach- und Verbindungsqualität ist um einiges besser als beim iPhone oder beim G1. Die Bedienung mit einer Hand im geschlossenen Zustand hat mir auch sehr gut gefallen. Die Kamera ist ein echter Ersatz für eine Einsteigerkamera und schießt auch bei nicht optimalem Licht noch anständige Bilder. Die Akkulaufzeit ist jetzt nicht überragend, aber im Vergleich zu anderen Feature-Phones sehr gut. 1-2 Tage sollte man auch bei aktiviertem Push-Mail und den always-on Homescreen schon über die Runden kommen.

Für mich ist die teilweise schlechte Presse dieses Gerätes vor allem auf die Zielgruppe zurückzuführen. Das Nokia N97 ist in meinen Augen ein Handy für Leute, die ein Handy zum Telefonieren und zum Arbeiten brauchen. Dafür ist es perfekt geeignet. Für Blogger, Leute die viel mit ihrem Gerät im Web unterwegs sind und Leute die ein Statussymbol haben wollen, ist es dagegen nur bedingt geeignet. Dieses Leute sollten lieber zum allseits bekannten Gerät greifen und damit glücklich werden.

iPhone 3G S 3 Wochen im Test

June 26th, 2009   •   1 comment   
iPhone 3G S

iPhone 3G S

Jetzt ist es passiert, ich habe ein iPhone 3G S. Stimmt zwar nicht ganz, aber zumindest habe ich es mal für 3 Wochen zum Testen. Dank T-Mobile Österreich, ambuzzador und ihrem gemeinsam Projekt mobileblogger.at, für die ich schon bei der Markteinführung des T-Mobile G1 das erste Google Handy testen durfte, werde ich das Hype-Handy jetzt mal für eine Weile kritisch betrachten.

Diejenigen, die mich kennen oder zumindest diesen Blog regelmäßig lesen, werden wissen, dass ich diesem Gerät prinzipiell sehr kritisch gegenüberstehe – das hat aber eher mit Apple als mit dem Telefon selbst zu tun. Ich finde einfach, Apple betreibt eine “komische” Politik, wenn es um Offenheit und Kontrolle in Bezug auf das Gerät geht.

Nichtsdestotrotz gebührt den Leuten aus Cuppertino großer Respekt für den Erfolg des App Store. Über eine Milliarde runtergeladene Applikationen sprechen für sich und durch das iPhone hat endlich jeder verstanden, dass man auf einem Handy auch Anwendungen installieren kann und man damit ins Netz gehen kann. Dafür sollte jeder in der mobilen Landschaft Apple dankbar sein – Anwendungsentwickler und mobile Portale wahrscheinlich am meisten (darunter auch ich selbst). Bin ich auch. Dennoch finde ich, dass sich in der mobilen Welt nicht (mehr) alles nur um dieses Gerät drehen sollte. Frei nach dem Motto “Auch andere Mütter haben schöne Töchter” kann man dies auch auf den Handymarkt umlegen “Auch andere Hersteller haben gute Geräte” (siehe T-Mobile G1 oder Nokia N97).

Da ich ganz gern meine Meinung durch Wissen stütze, habe ich mir letztes Jahr aus Tokio auch einen iPod Touch mitgenommen. Einerseits um Anwendungen und Entwicklungen testen zu können, andererseits um mit dem Gerät zu interagieren (Bedienkonzept). Seither habe ich den iPod auch intensiv für das Abrufen von Mails und kurze Ausflüge ins Internet genutzt. Vor allem an Wochenenden und am Abend war das sehr angenehm. Mit dem G1 hat sich das etwas reduziert, durch die schlechte Email-Applikation am G1 aber nicht ganz aufgehört.

Ich bin jetzt selbst sehr gespannt, wie sich die 3. Generation des iPhones macht. Viele der Dinge, die bei anderen Herstellern schon lange selbstverständlich sind, sind ja jetzt auch am iPhone verfügbar (MMS, Sprachaufzeichnung, akzeptable Kamera, Videoaufzeichnung, Copy & Paste, …). Der App Store und die Benutzereingabe sind ohne Zweifel großartig und machen für mich den großen Erfolg aus (und sind der Grund warum ich das Gerät überhaupt testen wollte). Gespannt bin ich vor allem auf den eingebauten Kompass; und ob es so innovative Anwendungen wie Wikitude (oder vielleicht auch Wikitude selbst) auch bald im App Store gibt und auf die Kamera, die bis jetzt ja unter jeder Kritik war und deshalb nützliche Anwendungen wie barcoo oder ShopSavy am iPhone keine Chance hatten. Mal sehen, ob dafür drei Wochen reichen.

P.S.: Aufgrund zahlreicher Bewerbungen kann man sich für eine zweite Test-Phase auf mobileblogger.at bewerben. Wer sich also nicht sicher ist, ob das Gerät das Richtige ist, könnte es hier mal gefahrlos testen und von einer großartigen Betreuung durch ambuzzador und T-Mobile profitieren. Ich kann die Aktion nur uneingeschränkt empfehlen. Das Angebot nach der Testphase ist auch nicht zu unterschätzen und sollte als Entschädigung dafür reichen, dass man das Gerät danach nicht behalten darf.

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