Jetzt ist es passiert, ich habe ein iPhone 3G S. Stimmt zwar nicht ganz, aber zumindest habe ich es mal für 3 Wochen zum Testen. Dank T-Mobile Österreich, ambuzzador und ihrem gemeinsam Projekt mobileblogger.at, für die ich schon bei der Markteinführung des T-Mobile G1 das erste Google Handy testen durfte, werde ich das Hype-Handy jetzt mal für eine Weile kritisch betrachten.
Diejenigen, die mich kennen oder zumindest diesen Blog regelmäßig lesen, werden wissen, dass ich diesem Gerät prinzipiell sehr kritisch gegenüberstehe – das hat aber eher mit Apple als mit dem Telefon selbst zu tun. Ich finde einfach, Apple betreibt eine “komische” Politik, wenn es um Offenheit und Kontrolle in Bezug auf das Gerät geht.
Nichtsdestotrotz gebührt den Leuten aus Cuppertino großer Respekt für den Erfolg des App Store. Über eine Milliarde runtergeladene Applikationen sprechen für sich und durch das iPhone hat endlich jeder verstanden, dass man auf einem Handy auch Anwendungen installieren kann und man damit ins Netz gehen kann. Dafür sollte jeder in der mobilen Landschaft Apple dankbar sein – Anwendungsentwickler und mobile Portale wahrscheinlich am meisten (darunter auch ich selbst). Bin ich auch. Dennoch finde ich, dass sich in der mobilen Welt nicht (mehr) alles nur um dieses Gerät drehen sollte. Frei nach dem Motto “Auch andere Mütter haben schöne Töchter” kann man dies auch auf den Handymarkt umlegen “Auch andere Hersteller haben gute Geräte” (siehe T-Mobile G1 oder Nokia N97).
Da ich ganz gern meine Meinung durch Wissen stütze, habe ich mir letztes Jahr aus Tokio auch einen iPod Touch mitgenommen. Einerseits um Anwendungen und Entwicklungen testen zu können, andererseits um mit dem Gerät zu interagieren (Bedienkonzept). Seither habe ich den iPod auch intensiv für das Abrufen von Mails und kurze Ausflüge ins Internet genutzt. Vor allem an Wochenenden und am Abend war das sehr angenehm. Mit dem G1 hat sich das etwas reduziert, durch die schlechte Email-Applikation am G1 aber nicht ganz aufgehört.
Ich bin jetzt selbst sehr gespannt, wie sich die 3. Generation des iPhones macht. Viele der Dinge, die bei anderen Herstellern schon lange selbstverständlich sind, sind ja jetzt auch am iPhone verfügbar (MMS, Sprachaufzeichnung, akzeptable Kamera, Videoaufzeichnung, Copy & Paste, …). Der App Store und die Benutzereingabe sind ohne Zweifel großartig und machen für mich den großen Erfolg aus (und sind der Grund warum ich das Gerät überhaupt testen wollte). Gespannt bin ich vor allem auf den eingebauten Kompass; und ob es so innovative Anwendungen wie Wikitude (oder vielleicht auch Wikitude selbst) auch bald im App Store gibt und auf die Kamera, die bis jetzt ja unter jeder Kritik war und deshalb nützliche Anwendungen wie barcoo oder ShopSavy am iPhone keine Chance hatten. Mal sehen, ob dafür drei Wochen reichen.
P.S.: Aufgrund zahlreicher Bewerbungen kann man sich für eine zweite Test-Phase auf mobileblogger.at bewerben. Wer sich also nicht sicher ist, ob das Gerät das Richtige ist, könnte es hier mal gefahrlos testen und von einer großartigen Betreuung durch ambuzzador und T-Mobile profitieren. Ich kann die Aktion nur uneingeschränkt empfehlen. Das Angebot nach der Testphase ist auch nicht zu unterschätzen und sollte als Entschädigung dafür reichen, dass man das Gerät danach nicht behalten darf.



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