Gestern gab es in den einschlägigen Blogs und Medien ja viel über das G1 zu berichten und offiziell zu verlautbaren. In Deutschland wird es ab 2. Februar erhältlich sein. In Österreich wird man sich das Gerät bereits am 30. Jänner besorgen können.

Zudem wird auch der Android Market, durch den das G1 erst so richtige seine Stärke ausspielen kann, für einige europäische Länder (Englisch) angepasst.
Der Erfolg des App Store für das iPhone – der gerade eben die Marke von 500 Millionen Downloads (Englisch) durchbrochen hat – zeigt, wie wichtig die Möglichkeit der Erweiterung durch Software in einem modernen Mobiltelefon mittlerweile geworden ist. Einen kritischen Blick darauf habe ich ja bereits vor einiger Zeit geworfen.
Bereits jetzt finden sich sehr interessante und nützliche Anwendungen im Android Market, meine persönlichen Highlights sind derzeit:
Die Liste ist auf keinem Fall vollständig und wird morgen schon wieder ganz anders aussehen. Genau das ist aber der große Vorteil des G1. Man kann dieses Gerät nach Lust und Laune erweitern, anpassen, auf vorübergehende Bedürfnisse eingehen usw.
Genau darin liegt für mich auch der große Nutzen eines freien Systems und eines gut zu bedienenden Marktplatzes, in dem man unkompliziert neue Software findet und installieren kann.
Bei den ganzen Neuigkeiten gestern ist fast etwas untergegangen, was mich persönlich sehr begeistert: Unter dem Projektnamen “Cupcake” befinden sich neue Features für Android in Entwicklung, die auch auf das G1 als Firmwareupdate kommen werden und zusätzliche Funktionen wie:
Das mögen jetzt alles Funktionen sein, die ohnehin selbstverständlich sein sollten. Das iPhone beispielsweise kann einiges davon aber auch in der 2. Generation und nach unzähligen Firmware-Updates noch nicht. (nur um die iPhone-Jünger mal auf den Boden der Tatsachen zu holen)
Wichtiger ist mir allerdings aufzuzeigen, dass es Android erlaubt, nachträglich umfassende Funktionen nachzulegen. Dadurch bleibt das gekaufte Gerät länger auf aktuellem Stand.
Gemeinsam mit weiteren österreichischen Bloggern (Georg, Helge, Luca, Martin, Max, Michael, Ritchie und Robert) darf ich das T-Mobile G1 ja bereits vorab testen und es wird noch einige Berichte und Reviews zu diesem Gerät hier geben. Alle unsere Beiträge gesammelt findet ihr übrigens unter mobileblogger.at. Dort kann man sich auch noch um einen freien Blogger-Platz bewerben.
Nokia versucht in Wien offensichtlich gerade mit 2D-Codes auf Plakaten eine neue Form der Plakatkampagne mit integriertem Gewinnspiel.
An vielen Plätzen in Wien findet man im Moment Plakate auf dem das Nokia 6210 Navigator beworben wird.
Dies allein wäre noch nicht wirklich etwas besonderes. Allerdings befindet sich auf dem Plakat auch ein kleiner 2-dimensionaler Code (Semacode). Wenn man das Tag fotografiert, decodiert und den Link öffnet gelangt man auf eine mobile Gewinnspielseite, auf der man das Gerät gewinnen kann.
Wie immer würden mich hier die Zahlen interessieren. Wie viele Wienerinnen und Wiener wohl etwas mit diesen Codes anfangen können?
Preisvergleichsportale gibt es ja genug, als Österreicher nutze ich jedoch fast ausschließlich Geizhals. Was mich dabei aber schon seit längerem stört, ist die Tatsache das ich den Preisvergleich nicht mobil nutzen kann.
Was ich gefunden habe, ist eine Kooperation von Geizhals mit ONE (jetzt Orange). Die Lösung wurde 2004 eingeführt und ist eigentlich nur eine SMS-Abfrage über eine Mehrwertnummer. Getestet habe ich dieses Angebot allerdings nie.
Eine mobile Version von Geizhals gibt es meines Wissens nicht. Wenn jemand eine kennt, bitte in den Kommentaren bekannt geben.
Das es einen Bedarf am Preisvergleich vor Ort gibt, ist eigentlich aufgelegt. Wenn Konzerne mit Sprüchen wie “Geiz ist geil” oder “Blödmann” werben, haben sie es auch nicht besser verdient als das jemand vor Ort das Handy zückt und wirklich den Vergleich macht. Der Service und die Beratung überzeugt in diesen Geschäften ja auch selten.
Aber zurück zum eigentlichen Thema: Mobile Preisvergleiche bekommen schön langsam Schwung und man liest von Standortbezogenen Preisvergleichsdiensten (Englisch) und Preisvergleich am T-Mobile G1 mit ShopSavvy. guenstiger.de bietet schon eine mobile Version, idealo.de ebenfalls.
Bei meinem Berlin-Aufenthalt hatte ich zufällig das Vergnügen die Leute hinter barcoo kennenzulernen. Sie haben es sich zum Ziel gemacht Produkte über ihren Barcode vergleichbar zu machen. Sie bieten dazu einerseits eine mobile Webseite an und arbeiten darüber hinaus an einer mobilen Software, die handelsübliche Barcodes ausliest und dann die Ergebnisseite im Browser öffnet.
Aus Rücksicht gegenüber den Entwicklern gebe ich hier nicht die URL und Downloadmöglichkeit bekannt.
Am Freitag hatte ich die Ehre das Angebot vorab zu testen und mein Feedback einzubringen. Das Ergebnis ist schon sehr vielversprechend. Die Integration von weiteren Diensten steht bevor und sie haben bereits sehr gute Ansätze um sich von bestehenden Angebote wie den mobilen Versionen von idealo.de oder guenstiger.de zu unterscheiden. Wobei ich mir auch vorstellen könnte, dass sie ihre Technologie auch als White-Label-Lösung an diese Anbieter verkaufen könnten.
Zumindest bei Geizhals würde ich mir so eine Lösung wünschen, da sie noch kein ernst zu nehmendes mobiles Angebot haben, sich mit barcoo die Entwicklung sparen könnten und sofort einen Mehrwert gegenüber der deutschen Mitbewerber hätten.
Was macht ein Marktführer wenn ein Nobody den Markt von hinten aufrollt und eine neue Gerätegeneration aus der Traufe holt?
Er macht mal zwei Jahre nichts und überlässt dem Eindringling den Markt, wäre zumindest mal nicht meine erste Vermutung und ganz so ist es auch nicht gewesen. Trotzdem hat Nokia kaum auf das iPhone und die Touch-Bedienung reagiert. Das Nokia 5800 XpressMusic (Tube) ist ja auch erst in manchen Ländern zu kaufen und als Flaggschiff geht es auch noch nicht durch.
Auf der Nokia World 2008 wurde heute, spät aber doch, eine passende Antwort auf das iPhone präsentiert – das Nokia N97

Neben einer unglaublichen Feature Menge:
zeigt Nokia vor allem mit einer Vielzahl an intelligenten Diensten:
wie ein Mobiltelefon im Jahre 2009 aussehen, vernetzt und funktionieren muss.
Gemeinsam mit der Öffnung von S60 durch die Symbian Foundation ergibt sich für mich ein gutes Gegengewicht zur totalen Kontrolle von Apple und dem Datenhunger von Google (Android)
Hier das Präsentations-Video:
und hier das Gerät im Einsatz:
Viele in der mobilen Welt sehen das Ende der Walled Gardens (engl.) herannahen. T-Mobile, Vodafone, Orange & Co haben seit dem Beginn mobiler Datendienste die Kunden in ihrer Welt gehalten und versucht sie so zu binden. Netzinterne SMS und MMS sind nach wie vor teilweise günstiger, das WAP bzw. Web-Portal ist ebenfalls frei oder günstiger und vor allem vorkonfiguriert. Datenpakete teilweise auf HTTP-Trafik limitiert, natürlich nur im Kleingedruckten. Die meisten Betreiber sehen jedoch ihre Gewinne mit reiner Telefonie dahinschwinden, bei steigenden Umsätzen und sehen daher ihre Zukunft in den mobilen Datendiensten. Dies führt dazu das sie ihre Walled Gardens schön langsam öffnen und sich der Markt mobiler Anwendungen zu entwickeln beginnt. Von einem Massenmarkt sind wir, auch wenn wir mobilen Jünger das oft anders sehen, noch meilenweit entfernt.
Auch wenn die Fesseln der Mobilfunker noch nicht gesprengt sind, werden schon neue geschmiedet. Nur sind es dieses mal nicht die Betreiber sondern die Gerätehersteller. Ausgehend von Apple entwickeln sich derzeit neue Walled Gardens. RIM (Blackberry) arbeitet laut Crunchgear (engl.) an einem BlackBerry Application Center. Googles Android wird einen Android Market (engl.) mitbringen. Am weitesten geht allerdings Nokia und versucht Apple mit den eigenen Waffen zu schlagen. Mit “Comes with Music” will Nokia seine Kunden nicht über Software sondern mit Musik an sich binden. Das “Musik-Abo” kommt mit dem Gerät und wird mit einem neuen Gerät verlängert. Mit “Laden!” gibt es von Nokia für S60-Geräte schon seit längerem einen de facto App Store, hat nur nicht funktioniert.
Apple fesselt bindet seine iPod/iPhone-User sowohl über die Kombination iTunes und dort sortierte Inhalte, als auch über Anwendungen aus dem App Store. Andere Hersteller wollen seine Kunden über die Anwendungen binden. Eine im BlackBerry Application Center wird sich schlecht auf ein Gerät eines anderen Herstellers laden lassen. Nokia-Anwendungen werden nicht auf dem G1 (engl.) laufen. Android wird kein iPhone unterstützen…
Dadurch ergibt sich ein neues Bild in der mobilen Landschaft. Bis jetzt war es leicht sein Mobiltelefon, aber schwierig seinen Betreiber zu wechseln.
Spätestens seit der Rufnummernportierung ist das kein Problem mehr. Einzig die Mindestvertragsdauer von üblicherweise 24 Monaten war bislang ein Hindernis. Doch sogar diese beginnt schon zu bröckeln. Der österreichische Mobilfunkanbieter tele.ring (2006 von T-Mobile übernommen) wirbt gerade mit Angeboten ohne Bindung (wenn man kein subventioniertes Gerät nimmt).
Dies deutet darauf hin das in Zukunft das Gerät die Bindung ist, nicht mehr der Betreiber. Ob das nun besser oder schlechter ist, sei dahingestellt.
Wenngleich es sehr gut ist das der Download von Software auf sein Handy vereinfacht und komfortabler wird, wäre es doch wünschenswert wenn Softwareanbieter mit innovativen Ideen darauf reagieren und die Portierung von einer Plattform zur nächsten ermöglichen.
Einen Ausweg aus dieser Plattform-Problematik könnte sich in Webanwendungen finden. Wenn zumindest die Browser auf Standards setzen und diese vielleicht noch auf Gerätefunktionen (GPS, Telefonbuch, …) zugreifen könnten, ließe sich die gesamte Problematik recht einfach umgehen und den Kunden eine echte Freiheit bringen.
Kunden wollen Lösungen, sie interessieren sich nicht für Geräte, Plattformen oder gar Hersteller bzw. Betreiber aber sie wollen es einfach!