Mein Name ist Sascha, ich bin eigentlich in der wunderbaren Welt des Web 2.0 zuhause gönne mir aber gerade eine Pause vom Agenturstress und arbeite für zwei Semester als Lehrer an einem College in Nord-Ost Thailand. Meiner Web- und Mobilaffinität tut das aber natürlich keinen Abbruch weshalb ich mich auch, einmal angekommen in Udon Thani, schnell mit der Thematik auseinander gesetzt habe.
Das in Österreich der App Zug noch etwas Verspätung hat, ist nicht unbedingt eine sensationelle Neuigkeit. Die Marketing-Agentur Point of Origin hat die Situation im österreichischen Apple App Store genauer betrachtet und eine sehr interessante und aussagekräftige Grafik dazu erstellt.
Interessant zu wissen ist vielleicht, dass sowohl “Billig tanken” als auch die SK Rapid App ursprünglich unabhängig von Rapid und ÖAMTC entwickelt wurden und erst später von den Vereinen übernommen wurden.
Ich bin jedoch überzeugt, dass wir in den nächsten Monaten noch einige gute Apps von heimischen Unternehmen sehen werden. Im Moment brodelt es gerade an vielen Stellen und viele bekannte Unternehmen überlegen wie sie den Boom der App Stores für ihr Marketing nutzen können. Die Kunden wollen mehr heimische Marken sehen, wie die Studie von Nokia bereits sehr deutlich gezeigt hat.
Mehr zum Thema “App (for) Marketing” gibt es übrigens am Montag beim MobileMonday #6 im Naturhistorischen Museum in Wien.
Als ob das Leben für mobile Entwickler nicht schon kompliziert genug wäre, gesellt sich zu Symbian, Brew, Java, iPhone, Android, Windows Mobile und WebOS jetzt auch noch Samsung mit einer eigenen Plattform dazu.
bada (koreanisch für Ozean) – so der klingende Name – sollte in Zukunft die Basis für die High-End Geräte von Samsung mit hauseigenem OS sein.
Die Öffentlichkeit sollte ab April mit der Verfügbarkeit des Wave in den Genuss dieser Plattform kommen und der dazugehörige Store gelauncht werden. Ab dem 3. Quartal dieses Jahres sollte der Store dann auch für Windows Mobile bzw. Windows Phone Geräte und Symbian Geräte verfügbar sein. Für Low- und Mid-Range Geräte gibt es mit Samsung Apps ja schon so etwas ähnliches wie einen eigenen Store, der aber hauptsächlich Java-Applikationen enthält und mehr ein Web-Portal als ein Store ist.
Interessieren Entwicklern steht ein SDK für Windows zur Verfügung. Entwickelt wird in C++. Bislang ist mir keine Integration in PhoneGab oder eine andere Multi-Plattform Entwicklungsumgebung bekannt.
Genauere Aussagen darüber, wie viele Geräte mit bada erreicht werden können, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Das gerade das für Entwickler entscheidend sein wird um sich mit dieser Plattform zu beschäftigen, ist klar.
Ich bin wirklich sehr gespannt, ob es Samsung schaffen wird die Entwickler für diese Plattform zu begeistern und bada eine ernstzunehmende Alternative zu iPhone, Android, Symbian & Co werden kann.
Beim heurigen E-Day präsentierte Nokia eine von ihnen in Auftrag gegebene Studie zur mobilen Internetnutzung und Applikationen in Österreich, die einige sehr interessante Zahlen enthält.
Wien, am 4. März 2010 – Mobile Apps sind aktuell in aller Munde. Und auch auf allen Mobiltelefonen? Wie mobile Applikationen von Usern in Österreich genutzt werden und was sie schätzen oder vermissen, zeigt eine aktuelle Studie des Markt- und Meinungsforschungsportals checkboxx im Auftrag von Nokia. Die Online-Umfrage zur mobilen Internetnutzung und mobilen Applikationen wurde im Februar 2010 unter 600 technisch affinen und nicht affinen Panelteilnehmern durchgeführt. „Wir beleuchten mit dieser Studie die Nutzung von mobilem Internet und Applikationen in Österreich und zeigen dabei die Bedürfnisse, Wünsche und offene Fragen der Anwender auf“, so Martin-Hannes Giesswein, Head of Services and Retail Nokia Alps & South East Europe. Und ergänzt: “Die Ergebnisse dieser Studie bieten auch Unternehmen interessante Einblicke, was User im Bereich mobile Apps schätzen und vermissen”.
Rund ein Drittel (32 Prozent) der Befragten greift mit dem Handy oder Smartphone mobil auf das Internet zu und 27 Prozent haben bereits Erfahrungen mit mobilen Apps gesammelt. Männer sind mobil derzeit aktiver, 38 Prozent nutzen Internet und bereits 35 Prozent Apps. Bei den befragten Frauen sind es 20 Prozent, die mobil auf das Internet zugreifen und 12 Prozent, die mobile Anwendungen kennengelernt haben.
Navigation (55 Prozent) und „praktische“ Helfer (48 Prozent) wie Kalender führen das Ranking der beliebtesten mobilen Anwendungen bei App-Nutzern an. Im Schnitt haben die befragten heimischen User, die mit den kleinen Programmen vertraut sind, 9,6 Apps auf ihrem Mobiltelefon installiert. 39 Prozent der App-Nutzer haben bereits kostenpflichtige Anwendungen heruntergeladen. Gründe für die Nicht-Nutzung von Apps sind kein Interesse (35 Prozent), Mobiltelefone, die Apps nicht unterstützen (30 Prozent) sowie unklare Kosten (26 Prozent).
27 Prozent der Befragten nutzen bereits mobile Applikationen. Der Großteil von diesen stammt direkt vom App-Hersteller (41 Prozent) wie Verkehrsverbund Ostregion (VOR) oder Facebook. Die befragten App-Nutzer greifen ebenfalls stark auf die Angebote der Mobilfunkanbieter (29 Prozent) und des Ovi Store (28 Prozent) zu. Der bereits installierte Zugang am Mobiltelefon bestimmt die Auswahl des jeweiligen App-Store entscheidend (44 Prozent) mit. Zusätzlich ist die gesicherte Qualität der Anwendungen (33 Prozent) für die befragten Nutzer bei der Entscheidung für einen App-Store wichtig.
Tipps und Empfehlungen von Freunden (43 Prozent) sowie App-Stores (42 Prozent) sind die Hauptinformationsquelle für neue Anwendungen. Jeder Vierte (27 Prozent) App-Installer erfährt über Fachzeitschriften oder Magazine, was es Neues an Applikationen gibt.
Gewünscht werden vor allem Anwendungen aus dem Bereich Personen-/Warentransport (23 Prozent) wie Fahrplaninformationen. Von der Medienbranche (16 Prozent) wünschen sich die Umfrage-Teilnehmer kleine Helfer wie TV-Programme. Auch über Applikationen von Verwaltung (15 Prozent), Handel und Banken (jeweils 10 Prozent) freuen sich die Befragten.
Wesentliche Gründe, weshalb das Internet am Handy noch nicht genutzt wird, sind zu kleine Handy-Displays (37 Prozent) und die Unsicherheit über mögliche Kosten (36 Prozent). Fast jeder Dritte sieht derzeit noch keinen Bedarf für sich, während bei jedem Fünften das Mobiltelefon die technischen Voraussetzungen nicht erfüllt. Jene, die mobil ins Internet gehen, bewerten verbesserte Zoom-Möglichkeiten, um Websitetexte besser lesen zu können (90 Prozent), größere Displays (86 Prozent) und Touchscreen-Geräte (81 Prozent) als hilfreich.
Drei von vier mobilen Internet-Usern ist auch die Kostenkontrolle wichtig. Sie haben eigene Datenpakete abgeschlossen oder diese in ihrem Mobilfunk-Tarif bereits inkludiert. Jeder zweite (53 Prozent) gibt dazu ein Datenvolumen von 1 GB an, ein Datenpaket von mehr als 5 GB nützen 7 Prozent. Nur 5 Prozent beschäftigen sich mit dem Aspekt nicht. Sie wissen nicht, ob in ihrem Tarif ein Datenpaket inkludiert ist.
In Österreich sind bereits Austrian, Die Presse.com und derStandard.at mit eigenen Applikationen im Ovi Store vertreten. Seit der Eröffnung im Mai 2009 hat jeder Nutzer weltweit durchschnittlich 12 Apps heruntergeladen. Täglich werden rund 1,5 Millionen Apps heruntergeladen, pro Sekunde sind es 15 Downloads und jedes Monat verdoppelt sich die Anzahl der “Käufer” im Ovi Store.
Österreich ist ein kleines Land, der Markt gibt nicht wirklich viel her und Risikokapital scheint schwierig aufzutreiben zu sein – Trotz dieser eher widrigen Bedingungen schafft es dieses kleine Land doch immer wieder, auch auf internationalem Parkett mit zu mischen und innovative Unternehmen hervorzubringen.
Mobile Startups Austria
Aus diesem Grund möchte ich hier Unternehmen auflisten, die innovative Services für Mobiltelefone anbieten, auch wenn einige von ihnen nicht als Startups zu bezeichnen sind.
yellix
Mit yellix hat adaffix einen Dienst geschaffen, bei dem man sich fragt warum das noch niemand früher gemacht hat. yellix zeigt Informationen zu Telefonnummern an, die nicht im Telefonbuch gespeichert sind. Die Daten dafür werden von Herold bezogen.
Kategorie: Telefonbuch, Anrufinformation
Standort: Wien
Webseite: yellix.com
MOBILE MAIL
Calista entwickelt mobile Applikationen und mobile Communities für verschiedene Auftraggeber. Mit youjat und MOBILE MAIL haben sie aber auch zwei Anwendungen am Markt, die unabhängig von Betreibern oä. genutzt werden können. MOBILE MAIL ist ein Mail-Client, der die Nutzung von Email auf Java-fähigen Handys verbessern will.
Kategorie: Messaging, Applikationen, Communities
Standort: Wien
Webseite: www.calista.at
easyMobiz
easyMobiz hat mit ayControl eine innovative Anwendung für die Gebäudesteuerung entwickelt, darüber hinaus bieten sie mit easyFind eine Suchanwendung für das iPhone an und haben Mobilizy bei der Entwicklung der Wikitude iPhone Version unterstützt.
Kategorie: Gebäudesteuerung, Suche
Standort: Graz
Webseite: www.easymobiz.at
qando
Fluidtime ist verantwortlich für die mobile Fahrplanauskunft qando und bietet andere Softwarelösungen für unterschiedliche Auftraggeber. qando ermöglicht die Fahrplanauskunft für die Wiener Linien und den Verkehrsverbund Ost-Region (VOR).
Kategorie: Fahrplanauskunft, Applikationen
Standort: Wien
Webseite: fluidtime.com
Mobilizy
Dabei handelt es sich um das Unternehmen hinter Wikitude – einer Augmented Reality Anwendung – und im Moment wohl eines der innovativsten Unternehmen des Landes.
Kategorie: Augmented Reality
Standort: Salzburg
Webseite: www.mobilizy.com

Mogree ist ein mehrfach ausgezeichnetes Startup, dass sich ganz den Social Communities verschrieben hat und Leute mit gemeinsamen Interessen oder auf Events verbindet.
Kategorie: Social Networking
Standort: Linz
Webseite: www.mogree.com
ape@map
Dieses Unternehmen steckt hinter der GPS-Wanderkarten Software ape@map. ape@map ist eine GPS-Kartenanwendung für den Sport- und Freizeitbereich und erlaubt es unter anderem die Karten von Kompass, AustriaMap, dem Alpenverein oder aber auch die freien Karten von OpenStreetMap am Handy zu nutzen.
Kategorie: Kartenanwendungen
Standort: Hallein
Webseite: apemap.com
runtastic
Runtastic hat sich ganz dem Laufen verschrieben und zeichnet mit einer mobilen Applikation die sportlichen Aktivitäten auf und lädt sie danach auf ein online Portal zum Abgleich und zur Vernetzung mit anderen Sportlern.
Kategorie: Sport
Standort: Linz
Webseite: www.runtastic.com/
Sengaro
Das Team von Sengaro ist zuständig für Mobeedo, einem kartenbasierten Informationssystem; daneben entwickelt es aber auch Guides und andere standortbezogene Anwendungen für touristische Regionen oder Museen.
Kategorie: LBS, Guides, Kartenanwendungen
Standort: Innsbruck
Webseite: www.sengaro.com
Sonico mobile
Das Grazer Unternehmen Sonico hat mit iTranslate ein Übersetzungsprogramm für das iPhone entwickelt, hat mit Qype eine weitere sehr beliebte Applikation entwickelt und führt Auftragsarbeiten durch.
Kategorie: Übersetzung, Development
Standort: Graz
Webseite: www.sonicomobile.com
vooch
Vooch verfolgt das Ziel, Gutscheine auf das Handy zu bringen und verbindet das mit dem aktuellen Standort.
Kategorie: Coupons
Standort: Brunn am Gebirge
Webseite: www.vooch.at
Ich habe sicher noch das eine oder andere Unternehmen vergessen. Wenn jemand fehlen sollte, bitte in den Kommentaren anmerken und es mir verzeihen. Ich werde versuchen, die Liste aktuell zu halten.