YouTube-Videos gibt es ja wie Sand am Meer, immer häufiger sieht man auch verlinkte Videos.
Dieses Video von Nokia schlägt beide Fliegen mit einer Klappe und promotet die neueste Kreation aus dem Hause Nokia mit einem beeindruckenden Video.
“Bump” ist eine Anwendung für den modernen Austausch von Visitenkarten. Wenn beide Kontaktwilligen Bump auf ihrem Smartphone (derzeit Android oder iPhone) installiert haben, werden die Daten durch einfaches “Aneinanderstoßen” (daher wohl auch der Name) der Handys ausgetauscht.
In die Kategorie “Notizverwaltung” fällt die mittlerweile recht bekannte Anwendung Evernote. Damit lassen sich Notizen aller Art einfach erstellen und gleich mit dem Webportal synchronisieren.
In Kombination mit dem Webportal ist Evernote ein praktisches und ständig verfügbares Tool für die Gedankensammlung. Unterwegs kann man mit der mobilen Applikation Gedanken verfassen, schnell ein Foto von etwas machen – zu Hause am PC kann man die Gedanken dann weiter ausformulieren oder die Notizen in die Tat umsetzen. Der Vorteil gegenüber anderen Notiz-Anwendungen ist der multimediale Ansatz: Abgesehen von der reinen Textnotiz können noch Sprachmitteilungen, Bilder, Dateien oder mit den Browser-Erweiterungen ganze Webseiten gespeichert werden.
Für den schnellen Gedanken während der Autofahrt würde ich mir jedoch noch eine vereinfachte Möglichkeit wünschen, um Sprachnotizen zu erstellen. Ansonsten finde ich es aber die beste Notizverwaltungsanwendung, die derzeit plattformübergreifend verfügbar ist.
Evernote ist für fast jedes Betriebssystem und viele mobile Plattformen verfügbar:
Google Googles ist ein Produkt aus den Google-Labs und zeigt ganz gut, was die 20% Regelung für Google bringt (bekanntlich können ja Google-Mitarbeiter ja 20% ihrer Arbeitszeit für eigene Projekte verwenden). Einige der besten Google Produkte sind so entstanden: Gmail, Google News, AdSense, etc. Ohne es wirklich zu wissen nehme ich an, dass auch Google Goggles so entstanden ist.
Google bezeichnet Googles als visuelle Suchmaschine und integriert vier wesentliche Funktionen:
Beim Test der Applikation war ich wirklich beeindruckt, wie weit die Technik bereits ist und wie gut die Ergebnisse stimmen.
Die Kruder & Dorfmeister CD wurde perfekt erkannt und gleich passende Ergebnisse angezeigt, das Steiermark-Logo führte richtiger Weise zur Seite des Steiermark Tourismus, die Umgebungssuche kennt man mittlerweile schon aus Wikitude, Layar & Co. und die Headline hat auch auf die Seite der entsprechenden Tageszeitung geführt.
Einzig bei der Übersetzung muss man (noch) ein Auge zu drücken. Das Google als US-Unternehmen mit dem Begriff “weichklopfen” nicht viel anfangen kann, ist im Moment aber wohl noch zu verzeihen. Bei einem anderen Test hat das System nämlich schon ganz gut funktioniert.
Bei der Präsentation der Nokia Studie zur Nutzung von mobilen Internet und mobilen Applikationen konnte ich es mir nicht verkneifen, die Qualität einiger Applikationen zu kritisieren.
Wie regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, bin ich kein uneingeschränkter Befürworter des derzeitigen App-Hypes. Das liegt aber auf keinem Fall daran, dass ich mobile Applikationen an sich schlecht finde. Sondern daran, dass meiner Meinung nach viele der verfügbaren Applikationen leider schlicht und einfach Schrott sind und/oder keinen Mehrwert gegenüber einer mobilen Webversion bieten.
Um nicht nur zu kritisieren, sondern auch konstruktiv zu sein, versuche ich hiermit einige Merkmale einer guten mobilen App zu identifizieren:
Wenn eine Anwendung auf Funktionen des Gerätes zugreift, die mit dem Browser nicht genutzt werden können, führt gar kein Weg an einer solchen nativen App vorbei. Dazu zählen:
Beispiele dafür sind:
Wenn eine Anwendung ein besonders hochwertiges User Interface (UI) bietet, muss ebenfalls Hardware-nahe entwickelt werden.
Beispiele dafür sind:
Werden größere Mengen an Daten für die spätere Offline-Nutzung oder um eine bessere Performance zu erzielen gespeichert, ist eine App auch zu bevorzugen.
Wenn eine Applikation im Hintergrund läuft oder beispielsweise die Push-Notification von Apple nutzt, um Updates (Social Networks, News, Email, …), Ereignisse (Termine, Location, …), Prozesse (Task Manager) oder Ähnliches zu überwachen, kann ebenfalls nicht auf eine native Applikation verzichtet werden.
Beispiele dafür sind:
Natürlich glaubt jede Marke und jeder Entwickler, seine Anwendung wird das nächste Facebook und wird ständig genutzt. Dazu kann ich nur eines sagen: “Dem ist nicht so!”
Für Anwendungen wie Facebook, Twitter & Co. erwarte ich mir auf jeder Plattform eine entsprechende App. Diese Dienste werden zumindest einmal täglich genutzt und sollten deshalb leicht aufrufbar sein und schnell laden.
Beispiele dafür sind:
Grundsätzlich wird die Qualität der mobilen Applikationen immer besser und die Konkurrenz in den großen Stores tut ihr übriges. Anhand des Android Market konnte man sehr gut die Steigerung der Qualität beobachten: Vor einem Jahr waren dort noch hauptsächlich “Proof of concept”-Applikationen zu finden. Mittlerweile haben die Anwendungen in diesem Markt bereits eine sehr gute Qualität.
Trotzdem sind in jedem Store noch Negativbeispiele zu finden. Ein paar Beispiele möchte ich hier nennen und kurz begründen:
Vorweg muss ich sagen, dass ich ein absoluter Fan dieses Shops bin. Ansonsten wäre ich auf diese App wahrscheinlich auch gar nicht aufmerksam geworden und hätte mir ein anderes Opfer gesucht.
Begründung: Bis auf die Merkliste könnte diese App recht einfach (und sicher kostengünstiger) 1:1 mit einer mobilen Webseite realisiert werden. Zusätzlich könnte man mit der mobilen Website auch zusätzlich noch Android Geräte und mit ein wenig mehr Anpassung jedes andere moderne Handy bedienen. Wenn man das Ganze in eine WebView packt, hat man sogar noch eine App im App Store, wenn man HTML5 einsetzt, kann sogar die Merkliste realisiert werden.
Die beiden Anwendungen waren der konkrete Auslöser für meine Kritik beim E-Day und diesen Beitrag. Die Motivation der Entwickler diese Anwendungen zu machen, möchte ich hier gar nicht kritisieren. Auslöser für meine Kritik war die Tatsache, dass weder ein vollständiger Feed zur Verfügung gestellt wird und man dadurch nur die Einleitung lesen kann. Für den vollständigen Artikel wird man auf die Webseite weitergeleitet. In meinen Augen ist das für den Benutzer frustrierend und macht die Applikation nutzlos.
Mit HTML5 werden die Argumente für native Apps noch weniger werden, da darin schon Funktionen wie Datenspeicherung, Video oder Geolocation integriert sind. In einer Studie von ABI Research wird davon ausgegangen, dass der App-Hype noch bis 2013 anhält und dann Web-Apps stärker genutzt werden.
Generell ist zu sagen, dass sich die Qualität der Apps auf den einzelnen Plattformen recht schnell selbst reguliert. Schlechte Applikationen werden einfach weniger herunter geladen bzw. gleich wieder deinstalliert und sterben einen stillen Tod. Umso wichtiger ist es für Entwickler und Unternehmen auch geworden, die eigene Anwendung auch wirklich “schön” zu machen und mit einem Mehrwert zu versehen.