Blogday 09 – Lesenswerte Blogs

August 31st, 2009   •   3 comments   

badge_yellowNach längerer berufsbedingter Blog-Untätigkeit (mein Tag hat leider auch nur 24 Stunden), gibt es heute mal etwas Ungewohntes – 5 Blogs, die ich im Rahmen des Blogday 09 empfehle.

Da die Welt nicht nur aus mobilen Themen besteht, sind es vor allem Blogs, die nicht in die Blogroll passen. Jedes ist absolut lesenswert und einen Klick wert.

Außerdem habe ich auch alle Autoren persönlich geprüft und für gut befunden! Den Autoren ist eines gemein: Sie leben, was sie schreiben!

Am Hochsitz

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Eine sehr nette Frau schreibt hier über Dinge, die sie beobachtet und spannend findet. Die Welt von oben, unten und der Seite betrachtet ist das Motto und deswegen ist der Themenmix auch recht breit gefächert.

Für mich ist der Blog eine willkommene Abwechslung, um auch Themen abseits der Mobile- bzw. Web-Welt mit zu bekommen.

Blue Tomato Blog

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Der Blog des coolsten (online) Shop Österreichs und außerdem noch ein Schladminger Unternehmen. Hier kann ich meine jungen Jahre immer wieder aufleben lassen und beobachten, was in der Snowboardszene so passiert. Ich liebe Snowboarden und werde wohl auch als alter Greis bei Tiefschnee noch über beide Ohren grinsen, mein Brett aus dem Keller holen und mein mobiles Device maximal zum Live-Streamen aus der Snowboardhose holen.

Georg Holzer

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Ich glaube der Blog von Georg Holzer war der erster österreichischer Blog, den ich abonniert hatte. Bis jetzt sind seine Artikel spannend geblieben (wenn auch in der Anzahl weniger) und ich durfte ihn unlängst bei der ovi challenge auch endlich persönlich kennen lernen.

Liechtenecker

liechtenecker

Wer behauptet es gibt keine netten Wiener, soll sich mal 5 Minuten mit diesem Mann unterhalten und er wird für ewig schweigen (ich weiß wovon ich rede! ;-) ). Außerdem macht er noch Webdesign und bloggt auch darüber… und beides ziemlich gut. Dort findet man oft aktuelle (Hype)-Themen auf den Punkt und Boden gebracht.

mobile zeitgeist

zeitgeist

Mobile Zeitgeist war mein erster deutschsprachiger Blog zu mobilen Themen und ich hatte ihn bereits abonniert, als Heike noch alleine gegen übermächtige englischsprachige Konkurrenz gebloggt hat. Mittlerweile kenne ich drei der Autoren und zwei davon sind MobileMonday Austria Mitgründer und gute Freunde.

Technorati-Tag: Blogday09

Sense UI am T-Mobile G1 (Root)

August 10th, 2009   •   9 comments   

Da ich schon unglaublich gespannt auf das SenseUI vom HTC Hero aka. T-Mobile G2 Touch war, habe ich mich letzte Woche dazu entschlossen mein T-Mobile G1 endlich von den Fesseln zu befreien, mir Root-Access zu verschaffen und im Anschluss das Sense UI vom HTC Hero darauf zu installieren.

Kleine Erklärung

Android basiert auf Linux und ist ein sehr offenen System. Dadurch ist es möglich das zugrunde liegende Betriebssystem relativ leicht auszutauschen. Allerdings muss man dafür vollen Zugriff auf das Gerät haben (Root-Access), was bei einem normal gekauften Gerät in der Regel nicht erlaubt ist.

Aus gut nachvollziehbaren Gründen sehen es die Netzbetreiber nicht sehr gerne wenn man volle Kontrolle über die Geräte hat, deshalb versuchen sie solche Modifikationen zu unterbinden. Im aktuellsten Build (CRC1) von Android ist es deshalb nicht mehr ohne weiteres möglich Root auf seinem Gerät zu werden und man muss zuerst zwei Kniffe anwenden.

Wenn man die folgenden Schritte wirklich machen will, sollte man sich im klaren sein, dass man statt eines Telefons danach unter Umständen ein Stück Plastik ohne Funktion sein Eigen nennt. Also vorher nachdenken und evtl. die Finger davon lassen oder zumindest die folgenden Anleitungen ganz genau beachten. Macht mich auf jeden Fall nicht für Schäden verantwortlich!

Schritt 1: Goldcard erstellen

Um auf dem Gerät andere als vom Netzbetreiber erlaubte Firmware einspielen zu können, muss zuerst eine Goldcard erstellt werden. Eine Goldcard ist eine Speicherkarte mit besonderen Berechtigungen. Keine Sorge wenn ihr damit nichts anfangen könnt, mir war das auch neu. Zum Glück gibt es aber Leute, die sich mit so etwas gerne herumschlagen und die Welt daran teilhaben lassen. So ist es den Leuten von QMAT zu verdanken, dass sie einen gratis Goldcard Generator ins Netz gestellt haben. (sie haben dafür früher Geld verlangt, also bei Gefallen einfach ein wenig spenden!)

Die genaue Anleitung wie man sich eine Goldcard erstellt, findet ihr auf Android-Hilfe.

Wenn das geschafft ist, kann man sich dem nächsten Schritt widmen.

Schritt 2: Firmware downgrade und Root werden

Wie schon erwähnt ist es mit der aktuellen Firmware nicht mehr möglich Root-Access zu erlangen. Zum Glück war das im RC7 noch möglich, schlaue Leute haben das herausgefunden und wir können das jetzt ausnutzen. In der Regel ist man es nicht gewohnt ältere Versionen zu installieren. In diesem Fall ist es aber ein nötiger Umweg und wir nutzen das aus.

Die Anleitung wie man auf dem G1 Root wird, habe ich wieder von Android-Hilfe. Hier bitte den Goldcard-Teil überspringen, da wir das schon bei Schritt 1 gemacht haben. (vor ein paar Monaten war noch der Umweg über ein Windows CE-Gerät notwendig)

Wenn Teil 1 und Teil 2 abgeschlossen sind, solltet ihr volle Kontrolle über das G1 haben und jegliche Anwendungen installieren, jedes Update einspielen, das Android Handy mit der App “Wireless Tether” als Hotspot nutzen, …

Schritt 3: Sense UI

Ich hab die ganze Prozedur auf mich genommen um das viel versprechende Sense UI auf mein G1 zu bekommen und mir selbst ein Bild davon machen zu können.

Leider ist es mit dem einspielen des Updates allein auch hier nicht getan und man muss vor dem Schritt noch die microSD-Karte partitionieren. Dies ist notwendig damit das Betriebssystem “Auslagerungsdateien” anlegen kann und nicht alles im Arbeitsspeicher liegt. (zumindest habe ich es so verstanden – irgendwelche Linux-Freaks mögen es mir verzeihen, dass mein Wissen dann nicht ganz so weit reicht)

Die Anleitung für diesen Schritt stellt The Unlockr bereit.

Wenn ihr alles richtig gemacht habt, könnt ihr jetzt die Benutzeroberfläche des HTC Hero und die stark verbesserte Experience genießen. Obwohl es aufgrund des geringeren Arbeitsspeichers nicht ganz so performant läuft, bin ich begeistert. Die Homescreen-Widgets sind unglaublich praktisch – allen voran das Mail-Widget und der Musik-Player – und das Look & Feel gefällt mir wirklich gut. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass es die beste User-Experience ist, die ich jemals auf einem Handy benutzt habe.

Nebenwirkungen

Neben der schwächeren Performance ist mir nur noch eines aufgefallen: bei einem der verwendeten Paketen hat sich das Layout der Hardware-Tastatur auf QWERTY geändert und die Belegung der Sonderzeichen. Ich weiß noch nicht genau was ich updaten muss, durch die sehr gute Onscreen-Tastatur nutze ich sie aber ohnehin seltener als vorher. Mal sehen ob ich noch was dazu finde.

Das T-Mobile G2 Touch gibt es übrigens seit heute auch bei T-Mobile in Österreich.