Archive for September, 2007

Boris Nemsic über das iPhone

Sep 26, 2007 in devices, iPhone, market

Boris Nemsic

“Apple versteht den Mobilfunkmarkt nicht” - Boris Nemsic, der charismatische Chef des österreichischen Mobilfunkbetreibers A1 äußert sich in einem Interview für die ORF-Futurezone kritisch zum Hype über das iPhone.

Nachdem ich das Gerät selbst eine Weile zum Testen hatte und ich natürlich auch nicht umhingekommen bin die Meldungen zu verfolgen, wage ich es einen Kommentar darüber abzugeben.

Herr Nemsic spricht mir aus der Seele, das iPhone ist vom Konzept und der Usability derzeit Maßstab und mag für den US-Markt funktionieren, aber für den europäischen Markt vermisse ich einige Funktionen schwer.
Ein Telefon, welches mit Google Maps, YouTube, Safari usw. klar auf Internetnutzung ausgerichtet ist, ohne UMTS auszuliefern, ist für mich als ob man in einen Ferrari mit einen Golf-Motor verbaut. Man kann damit zwar ganz gut fahren, aber den richtigen Spass macht es nicht.

Im Grunde kann ich mich nur Hrn. Nemsic anschließen, also einfach den Artikel lesen!

Außerdem ist mir auch viel wichtiger im Winter genug Schnee zum Schifahren bzw. Snowboarden zu haben als ein iPhone mein Eigen zu nennen. Dieses Schlussstatement macht Herrn Nemsic besonders sympathisch. Gefällt mir!

Abkürzung für URLs

Sep 24, 2007 in mobile web, usability

Wer öfters mobil surft und dabei die URLs per Handytastatur eingibt wird sich schon des Öfteren über lange URLs geärgert haben. (Diese Seite hier ist ebenfalls keine positive Ausnahme)
paged mobile mit der sehr einfach einzugebenden URL pa.gd nimmt sich diesem Problem an und verkürzt bekannte Webseiten auf einfach einzugebende Keywords.

Um den Service nutzen zu können, ruft man einfach pa.gd mit seinem Handybrowser auf und gibt im Suchfeld das jeweilige Keyword ein, paged leitet dann auf die hinterlegte Seite weiter und man erspart sich einiges an Tipperei.

Die Idee finde ich super, allerdings bezweifle ich das sich jemand all die Abkürzungen merken wird und es doch einfacher ist seine Seiten als Favorit zu speichern. Wenn diese Funktion bereits im Browser integriert wäre, wäre es wirklich sehr nützlich. Firefox und Opera erlauben ja bereits Keywords für seine Favoriten zu vergeben, auf mobilen Browser ist mir das jedoch noch unbekannt, würde aber umso mehr Sinn machen.

Ein kleines Beispiel wie viel Tastendrücke für die Eingabe einer Seite notwendig sind:

mobile2null.com

  • m -> 1
  • o -> 3
  • b -> 2
  • i -> 3
  • l -> 3
  • e -> 2
  • 2 -> 1 oder 4 (wenn man die “Taste halten”-Funktion kennt und nutzt 1, sonst 4)
  • n -> 2
  • u -> 2
  • l -> 3
  • l -> 3
  • . -> 1
  • c -> 3
  • o -> 3
  • m -> 1
  • => 30 bzw. 33 Aktionen um diese Seite zu öffnen, nicht sehr benutzerfreundlich.

pa.gd

  • p -> 1
  • a -> 1
  • . -> 1
  • g -> 1
  • d -> 1
  • => 5 Aktionen, das nenne ich benutzerfreundlich

mtld.mobi

  • m -> 1
  • t -> 1
  • l -> 3
  • d -> 1
  • . -> 1
  • m -> 1
  • o -> 3
  • b -> 2
  • i -> 3
  • => 16 Aktionen

16-mal die Taste drücken für das Öffnen der mobilsten aller mobilen Seiten. dotmobi ist die zentrale Registrierungsstelle für die TLD (Top Level Domain) .mobi, die speziell für mobile Webseiten eingeführt wurde.
Allein 10 dieser 16 Eingaben entfallen auf die TLD .mobi, da zweifelt man schon ein wenig an der Sinnhaftigkeit dieser TLD. Wie kann man eine TLD nur 4-stellig machen und diese auch noch aus schwer zu erreichenden Lettern aufbauen. Klar, .mobi ist sprechend, aber sehr User-freundlich ist es nicht

Dieser Beitrag hat zwar zwei durchaus unterschiedliche Themen vermischt aber aus meiner Sicht passen Sie sehr gut zueinander. Es bleibt abzuwarten ob die Hersteller mobiler Browser Keywords wieder entdecken oder ob alternative Konzepte wie das “Speed Dial” von Opera Mini dies unnötig machen.

Werbefinanzierte Telefonie

Sep 24, 2007 in market, operator

Blyk Logo

Jetzt ist es soweit, mit Blyk ist der erste werbefinanzierte Mobilfunktarif verfügbar.

Blyk ist ein finnisches Unternehmen und wird von ehemaligen Nokia-Chef Pekka Ala-Pietilä geleitet und will mit werbefinanziertem Mobiltelefonieren den europäischen Mobilfunkmarkt erobern. In Großbritannien bietet das Unternehmen nun im ersten Land seinen Dienst an und bietet Jugendlichen bis 25 Jahren 43 Freiminuten und 217 kostenlosen Textnachrichten pro Monat in alle britischen Netze. Im Gegenzug bekommen die Kunden bis zu sechs MMS-Werbungen pro Tag auf ihre Handys.

Verbindungen und Dienste die über die inkludierten Mengen hinausgehen, sowie Telefonate in ausländische Netze werden normal verrechnet.

Ich bin sehr gespannt ob sich dieses Modell durchsetzen kann und weitere Betreiber dieses Modell aufgreifen und dadurch finanziell überleben können. Für das heiß diskutierte gPhone (Google Phone) wird ja ein ähnliches Modell erwartet.

Quelle: Futurezone

Das Heimkino wird mobil

Sep 13, 2007 in mobile tv, software

Sling Screenshots

Mit Sling kommt das Heimkino aufs Handydisplay.
Mit Sling wird es möglich das Fernsehprogramm des heimischen Satelliten oder Kabelanschlusses oder vom DVD-Player auf das Handydisplay zu zaubern. Klingt ziemlich unglaublich, wird aber mithilfe der Slingbox möglich.

Die Slingbox ist ein Gerät welches das Bildmaterial über den Internetanschluss streamt und so von verschiedenen Geräten mit spezieller Software empfangen werden kann. Interessant ist, dass es dafür auch einen Client für Windows Mobile, Palm OS und Symbian gibt. Die Symbian-Software ist allerdings nur auf einigen Geräten vorinstalliert verfügbar (Mir ist nur die X-Series von 3 bekannt).

Da ich diesen Tarif und die Box nicht habe, konnte ich es leider nichts selbst testen, sieht aber sehr interessant aus. Bleibt nur abzuwarten wie sich diese Lösung behaupten kann wenn erstmals mobiles Fernsehen zum Standard wird.

Festival Guide

Sep 12, 2007 in lifestyle, software

Frequency festival guide

Leider war ich schon lange nicht mehr auf einem richtigen Musikfestival, doch dieses Jahr wurde ich von meiner Freundin auf einen sehr feinen Helfer auf einem Festival hingewiesen.

Für das FM4 Frequency Festival am Salzburgring haben sich die Veranstalter etwas sehr praktisches einfallen lassen, nämlich einem Festivalguide für das Handy.
Mit dieser Anwendung hatte man jederzeit das Line-Up, den Geländeplan, allgemeinen Infos, Band-Biografien usw. bei der Hand und als besonderes Feature konnte man sich eine Erinnerung für besonders wichtige Auftritte einstellen. Per Update hatte man stets die aktuellen Informationen.

Bei Sponsoren wie One und Nokia ist es allerdings auch keine unlösbare Aufgabe sich zu überlegen von wem diese Idee kommt.

Die Frage ist nur wie lange es durchschnittlich dauert bis man auf so einem Festival sein Handy (a) verloren oder (b) mit Wasser, Bier oder sonstigem ertränkt hat.